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w&v: Trotz Konjunkturflaute fühlen sich Werbeagenturen weiter im Aufwind

    München (ots) - Trotz des Konjunkturabschwungs haben die großen Werbeagenturen in Deutschland in den ersten fünf Monaten 2001 ein kräftiges Umsatzplus verbucht - im Durchschnitt 7,7 Prozent. Im gleichen Zeitraum sanken allerdings die Brutto-Werbeumsätze laut Ergebnissen der Marktforscher von ACNielsen um 3,5 Prozent. Dieses paradoxe Bild ergab das Halbjahres-Barometer des führenden deutschen Marketing-Magazin w&v - werben und verkaufen. Ein genauerer Blick offenbare jedoch eine sehr heterogene Entwicklung in der deutschen Werbelandschaft, heißt es in der aktuellen Ausgabe.

    Bislang kaum betroffen vom Rückgang der Werbeausgaben sind die klassischen, großen Agentur-Netzwerke. Etat-Verluste konnten sie großteils durch Neukunden wettmachen. Durch die Rundum-Versorgung ihrer Kunden kompensierten sie Budgetverschiebungen der Unternehmen. "Die klassischen Werbeagenturen sind nicht betroffen", meint stellvertretend für die Branche der Geschäftsführer der Münchner ServicePlan-Gruppe, Ronald Focken.

    Wenig Anlass zur Freude haben hingegen Media-Agenturen und Anbieter im Online-Geschäft. Kräftigen Gegenwind spüren auch Werbeagenturen im Investitionsgüterbereich. "Viele unserer Kunden reagieren sofort auf konjunkturelle Prognosen", berichtet beispielsweise der Chef von RTS RiegerTeam in Leinfelden, Thomas Meichle. "Sobald sich das Investitionsklima verschlechtert, werden Etats zurückgestellt oder gestrichen."

    So unterschiedlich der Geschäftsverlauf der Agenturen im ersten Halbjahr war, so verschieden fallen auch die Prognosen für die kommenden sechs Monate aus. Viele der großen Agenturen demonstrieren Optimismus. Den teilt der Präsident des Gesamtverbands Werbeagenturen, Lothar S. Leonhard, allerdings nicht. Seiner Ansicht nach haben viele internationale Konzerne die Handbremse gezogen, auch deren europäische Töchter würden einen Gang zurückschalten. "Es ist keineswegs so, dass wir auf einem Eiland leben", sagte er zu w&v. Die für das Halbjahres-Barometer befragten Agenturen rechnen vor allem in den Bereichen Telekommunikation, Internet und Multimedia kaum mit Besserung der schwachen Auftragslage. Sorgenkinder der Werber sind außerdem die Investitionsgüterbranche, der Bau und der Konsumgüterbereich.


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