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w&v: Geht die Ära der klassischen Werbung ihrem Ende entgegen?

München (ots) - Das Zeitalter der klassischen Werbekampagnen in Print und Rundfunk geht nach Ansicht von Experten seinem Ende entgegen. Beim Kommunikationsmix gewinnen nicht-klassische Elemente immer stärker an Bedeutung, berichtet das führende deutsche Marketing-Magazin w&v - werben und verkaufen in seiner aktuellen Ausgabe. Dazu zählen zum Beispiel Öffentlichkeitsarbeit, Sponsoring, Kundenmedien, Internet-Angebote, Telefon-Marketing und Werbeartikel. Nach Angaben des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) lagen die Ausgaben für konventionelle Werbung 2000 mit 33,2 Milliarden Euro nur noch knapp über den Ausgaben für "sonstige Mittel kommerzieller Kommunikation". Aussagen renommierter Experten stützen diese Zahlen. "Der Konsument ist für die Mehrzahl der TV-Kampagnen taub geworden", klagt Jim Schroer, Executive Vice President bei DaimlerChrysler in den USA. Das Fernsehen sei gemessen an der Wirkung viel zu teuer. Das Marktforschungsinstitut Millward Brown & Associates fand heraus, dass in den USA 54 Prozent und in Deutschland sogar 68 Prozent der Fernsehzuschauer Werbung überhaupt nicht mehr wahrnehmen. Für Maurice Lévy, Chef des weltweiten Agenturnetzwerks Publicis, ist die Zeit abgelaufen, in der ein Markenartikler mit TV-Werbung den Markt einfach kaufen konnte. Stattdessen favorisiert Lévy einen neuen ganzheitlichen Werbeansatz. Werber müssten Themen, Träume, Erlebniswelten, Ängste und Ideen entwickeln, mit denen das Publikum erreicht werden kann. Größtes Problem für die Werber sind die kürzeren Verfallszeiten des öffentlichen Interesses, heißt es in dem w&v-Bericht. Immer seltener trifft Werbung den Nerv des Publikums, bringt das Land zum Hingucken und Mitreden. Martin Sorrell, Chef des großen Agenturnetzwerkes WPP, redet bereits von einer Zeitenwende. "Die Kunden geben ihr Geld zunehmend für Direct, Interactive und PR aus. Sie wissen, dass sie mit gezielten Maßnahmen den Kunden besser erreichen können." Der amerikanische Konsumgüter-Gigant Procter & Gamble hat seine Ausgaben für klassische Werbung um 25 Prozent gekürzt und investiert stattdessen mehr Geld in seine Internet-Angebote. ots Originaltext: w&v werben & verkaufen Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Weitere Informationen zu diesem und anderen Themen erhalten Sie bei der w&v-Redaktion. Faxen Sie Ihre Wünsche an 0 89 / 5 48 52 ( 1 40 oder schicken Sie einfach eine E-Mail an chefredaktion@wuv.de. Original-Content von: W&V Werben & Verkaufen, übermittelt durch news aktuell

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