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ARD und ZDF stehen vor einer unsicheren Zukunft

    München (ots) - Spartenkanal oder Vollprogramm - für ARD und ZDF
wird das kommende Jahr über die weitere Zukunft entscheiden. Die EU
arbeitet derzeit an einem Regelwerk, in dem die Nutzung von
Verbreitungswegen wie Kabel und Internet geregelt wird. Das Werk, das
Ende 2001 verabschiedet werden soll, könnte die bislang gesicherte
Entwicklungsgarantie der beiden öffentlich-rechtlichen Sender
gefährden. Das berichtet das führende deutsche Marketingmagazin w&v -
werben und verkaufen in seiner aktuellen Ausgabe.
    
    Weil über Medieninhalte im EU-Regelwerk nicht entschieden wird,
fürchten Medienverantwortliche um die gewachsene TV-Landschaft. Die
EU berücksichtige nicht die Besonderheiten des Rundfunks, moniert die
Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten. Experten erwarten
deshalb in der Frage, welche Rolle ARD und ZDF künftig spielen
werden, hitzige Debatten.
    
    Die öffentlich-rechtlichen Sender würden gerne ein "drittes
Standbein" im Internet aufbauen, in dem sie Werbung plazieren
könnten. Der Medienrechtsexperte der EU, Detlef Eckert, warnt
allerdings: "Wenn die Öffentlich-Rechtlichen in diese kommerzielle
Spirale geraten, kommen sie mit dem Wettbewerbsrecht in Konflikt."
    
    Die EU fordert deshalb, ARD und ZDF sollten exakt bestimmen, worin
die Sender ihren Programmauftrag sehen. Medienpolitiker in Brüssel
halten es nicht für abwegig, ARD und ZDF künftig als Spartenkanäle
für Information und Kultur zu definieren. "Das wird eine wunderschöne
Diskussion", sagt Eckert.
    
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