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Zeitungsjungen als Postboten: Verlage machen Post Konkurrenz

München (ots) - Zahlreiche deutsche Zeitungsverlage planen den Aufstieg zum Logistikunternehmen und wollen der Post Konkurrenz machen. Mit dem Fall des Briefmonopols Ende 2002 könnten sie ihr weitflächiges Zustellsystem auch für Briefe und Päckchen nutzen. Einige Verlage sind bereits in den Markt eingestiegen, berichtet das führende deutsche Marketingmagazin w&v - werben und verkaufen in seiner aktuellen Ausgabe. Spätestens seit der Werbung der Gottschalk-Brüder für den Börsengang der Deutschen Post AG hat es sich herumgesprochen: Logistik gilt als Zukunftsmarkt, lukrativ mit vielversprechenden Steigerungsraten. Wenn das Brief-Monopol fällt, dürfen Logistikfirmen Briefe unter 200 Gramm und Infopost unter 50 Gramm zustellen. Noch setzt die Post in dem regulierten Markt mehr als elf Milliarden Mark jährlich um. Der Pionier im Briefgeschäft ist der Verlag des Darmstädter Echos. Die Hessen müssen sich wegen des Monopols noch auf höherwertige Briefsendungen beschränken. Die Boten des Verlags holen die Sendungen bis 17 Uhr bei den Kunden ab. "Wir garantieren ihnen dann die Zustellung bis zwölf Uhr am nächsten Tag", versichert Vertriebsleiter Peter Kemper. Auch andere Verlage sind schon aktiv: Die Main-PostLogistik GmbH aus Würzburg - eine Tochter der Zeitungsgruppe Main-Post - stellt Briefe im gesamten Postleitzahlenbereich 97 zu und deckt damit ein Gebiet von rund 8.400 Quadratkilometern ab. Die Unterfranken kooperieren dazu mit einem Autokurier-Unternehmen. Auch der größte deutsche Zeitungsverlag, die Essener WAZ-Gruppe, startet in den nächsten Monaten ein Pilotprojekt. In ein bis zwei Testgebieten soll die Zustellung individueller Postsendungen sowie über das Internet bestellter Produkte ausprobiert werden. ots Originaltext: w&v werben und verkaufen Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Informationen zu diesem und anderen Themen erhalten Sie bei der w&v-Redaktion. Faxen Sie Ihre Wünsche an 0 89 / 5 48 52 - 1 40 oder schicken Sie einfach eine E-Mail an chefredaktion@wuv.de. Original-Content von: W&V Werben & Verkaufen, übermittelt durch news aktuell

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