W&V Werben & Verkaufen

Der Werbe- und Medienmarkt befürchtet langfristige Auswirkungen der Euro- und Griechenlandkrise

München (ots) - Die Griechenland- und Eurokrise hat bislang noch keine großen negativen Auswirkungen auf den Werbemarkt. Sollte die Politik die Krise aber nicht in den Griff bekommen, befürchten Medien und Werbeagenturen durchaus ein Einbrechen der Werbeausgaben. Dies ist das Fazit einer Umfrage, die das Branchenmagazin Werben & Verkaufen (W&V) unter führenden Vertretern der Branche durchgeführt hat. "Der Werbemarkt hatte sich gerade erst wieder erholt", erklärt Holger Busch, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) gegenüber der W&V. Wichtig sei "eine klare Abwehrstrategie, die negative Auswirkungen auf die Realwirtschaft verhindert". Verhalten optimistisch gaben sich Medienunternehmen wie Gruner + Jahr, RTL und die TV-Sendergruppe ProSieben Sat.1 zu den Aussichten. So erwartet die RTL Group nicht, "dass sich die Situation in Griechenland negativ auswirkt". Ein Sprecher von ProSieben Sat.1 betonte, es gebe "aktuell keinen unmittelbaren Anlass, die Werbemarktprognosen für 2010 zu korrigieren". Andere Marktteilnehmer äußerten sich laut W&V deutlich verhaltener. Eine volatile EU-Wirtschafts- und Währungsunion gehe nie spurlos am Werbemarkt vorbei, befürchtet Frank Lotze, seit kurzem Chef des Agenturnetzwerkes BBDO aus Düsseldorf. "Unsichere Zeiten sorgen für unsichere Budgets", so Lotze gegenüber W&V. Auch der Axel Springer Verlag, der im 1. Quartal mit hervorragenden Ergebnissen glänzen konnte und erst im April seine Ergebnisprognose angehoben hatte, relativierte seine jüngsten optimistischen Einschätzungen. Sollte die "Gesamtverunsicherung auch auf die Werbemärkte" umschlagen, so Springer-Vorstand Mathias Döpfner, könne es zu einer "Seitwärtsbewegung" der Anzeigenmärkte kommen. Dies sieht Mathias Körner, Vermarktungschef der Bauer Media Group, ebenso: "Bei einer Ausweitung auf weitere Staaten und einbrechenden Finanzmärkten könnte es mit einem Zeitverzug spürbare Auswirkungen auf die Werbemärkte geben."

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Klaus Wieking

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