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Ostdeutsche spenden deutlich weniger für Soziales als Westdeutsche

München (ots) - Die Ostdeutschen sind beim Spenden wesentlich zurückhaltender als die Westdeutschen. So spende der Durchschnittshaushalt in den alten Bundesländern pro Jahr mit 455 Mark genau 1,14 Prozent des Netto-Haushaltseinkommens für soziale Zwecke, in den neuen Bundesländern seien es mit 169 Mark nur 0,67 Prozent, berichtet das führende deutsche Marketing-Magazin w&v - werben und verkaufen in seiner aktuellen Ausgabe. Als Gründe für diese Kluft führt das Magazin vor allem das niedrigere Einkommen der Ostdeutschen und die fehlende Professionalisierung der Spendensammler in den neuen Bundesländern an. Experten zufolge müssten Spendensammler in Ostdeutschland stärker auf die Mentalität und Besonderheiten der dortigen Menschen eingehen. "Die Leute geben nur Geld, wenn sie genau wissen wofür", sagt Malte Letz, der sich mit einer Einmann-Marketingagentur vor einem Jahr in Berlin selbstständig gemacht hat. Zudem müssten im Osten für professionelles Spendensammeln auch die Regionalmedien stärker miteinbezogen werden: "Die Bindung zur Heimatzeitung ist enger als im Westen, und wenn sich der Chefredakteur eines Blattes hinter einen Spendenaufruf stellt, ist es leichter, bei den Leuten ein offenes Ohr zu treffen", so Letz. In einem Interview mit w&v betont Ingrid Biedenkopf, First Lady des Freistaates Sachsen, dass beim sogenannten Fundraising nicht der Eindruck des reinen Einsammeln von Geld entstehen dürfe. "Ganz wichtig ist es, den Leuten zu zeigen, dass man sich mit Spenden persönlich für den sozialen oder auch kulturellen Bereich einsetzt". ots Originaltext: w&v Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Informationen zu diesem und anderen Themen erhalten Sie bei der w&v-Redaktion. Faxen Sie Ihre Wünsche an 0 89 / 5 48 52 ( 140 oder schicken Sie eine E-Mail an chefredaktion@wuv.de. Original-Content von: W&V Werben & Verkaufen, übermittelt durch news aktuell

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