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München (ots) - Fotografie: Schwarzweiße Diskretion In einem seiner absolut raren Interviews nimmt Jim Rakete, Fotograf, Regisseur, Musiker, Manager, Produzent und Drehbuchautor, So kanzelt er den soeben von Benetton abgelösten Italo-Kollegen Oliviero Toscani deutlich ab: "Die ganzen Provokationsgeschichten. Die Tabus, der Tod ( das ist banal". Auch an der digitalen Bildnachbearbeitung seitens vieler Redaktionen läßt er kein gutes Haar: "Ich finde es schade, wie wir mit der Wahrheit umgehen". Und dem Stern, einst eigener Arbeitgeber und jahrzehntelang Vorreiter exzellenter Reportagefotografie schreibt er mehr Mut zum handwerklichen Purismus ins Stammbuch: "Der Stern druckt zwar Schwarzweiß-Anzeigen, aber kein einziges Schwarzweiß-Foto mehr. Für mich kommt das nicht in Frage". Autodidakt Jim Rakete, nach Selbstauskunft "Knipser, nicht Fotograf", plädiert für Abstand und Diskretion beim Fotografieren, lehnt Blitzlicht kategorisch ab und vertritt vehement Schwarzweiß-Fotos: "Man ist um so vieles reicher, wenn man sich begrenzt." Sein Credo: "Die Grundregel hast du doch schnell gelernt: unwichtige Leute als Stars zu behandeln und wichtige Leute wie normale Menschen." So unkonventionell - und vielleicht gar wenig zeitgemäß - Raketes Ansichten auch sein mögen: anregend und kontrovers sind sie in jedem Fall. Strommarkt: Desillusion statt Euphorie Rund 400 Millionen Mark investierten knapp 200 Stromanbieter im vergangenen Jahr in Werbung und Marketing. Bislang ohne nennenswerten Erfolg. Nur knapp drei bis vier Prozent aller deutschen Haushalte zeigten sich nach der Stromliberalisierung wechselwillig. Selbst Yello, mit rund 250000 Kunden bisher erfolgreichster privatwirtschaftlicher Anbieter, "steckt auf Jahre hinaus in tiefroten Zahlen". Einem Rohertrag von drei Mark pro Kunde und Jahr stehen Werbeaufwendungen in Höhe von insgesamt 200 Millionen Mark entgegen. Schuld an der mangelnden Wechselbereitschaft deutscher Stromabnehmer, ist das "Trommelfeuer der Werbung oft undurchschaubarer Absender", sind "unübersichtliche Preisangebote" und fusionsbedingte Namens-Konfusionen bei Anbietern und Strommarken. w&v nennt als Beispiel VEBA/VIAG, die künftig unter e.on firmieren: "Die Konzernmarken müssten in Zukunft auch noch den neuen Namen unterbringen: ,Aquapower' von ,Bayernwerk' aus dem Hause ,e.on'. Für die Markenführung stellen sich interessante Aufgaben." Deutsche Bahn: Offensiv aus der Krise Mit der Ernennung von Klaus Daubertshauser zum Vorstand Marketing der DB-Holding in Berlin gab Bahnchef Hartmut Mehdorn die Richtung vor: PR und Marketing sind Chefsache bei der Bahn. Die Deutsche Bahn AG, durch Katastrophen wie Eschede und Brühl, aber auch schlechten Service und Unpünktlichkeit ständig negativ im Gerede, soll durch offensive Öffentlichkeitsarbeit als ,wichtigstes und unverzichtbares Transportmittel' gegen Auto- und Flugverkehr positioniert werden. w&v zeigt auf, mit welchen Problemen sich dabei die betreuende Werbeagentur Jung von Matt konfrontiert sieht, wie der Bahn neues Selbstbewusstsein eingeimpft werden soll und was Mehdorn und Bahn-Sprecher Dieter Hünerkoch vorhaben, um die Aktiengesellschaft für den geplanten Börsengang in drei Jahren fit zu machen. Die aktuelle w&v 244 Seiten kontroverse und fundierte Nachrichten, Berichte, Reportagen, Interviews, Marktübersichten und Analysen rund um Marketing, Werbung und Medien. Dazu der mit 52 Seiten umfangreichste Stellenmarkt der Branche. ots Originaltext: w&v Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Informationen zu diesen und anderen Themen erhalten Sie bei der w&v-Redaktion. Faxen Sie Ihre Wünsche an 0 89 / 5 48 52 ( 140 oder schicken Sie eine E-Mail an heckel@wuv.de. Original-Content von: W&V Werben & Verkaufen, übermittelt durch news aktuell

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