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Edmund Stoiber im Interview: Werbeverbote können sinnvoll sein
"Es gibt Werbung, die möglicherweise zu unsozialem Verhalten animiert"

    München (ots) - Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber hält Werbeverbote unter bestimmten Umständen für sinnvoll. Der Staat werde heute verstärkt dazu gedrängt, Aufgaben zu übernehmen, die früher dem Elternhaus zugeordnet gewesen seien, so Stoiber in einem Interview mit dem wöchentlich erscheinenden Fachmagazin Werben & Verkaufen (EVT: 14.08). In diesem Zusammenhang seien Werbeverbote eine Möglichkeit, schwache Mitglieder der Gesellschaft zu schützen.

    Es sei legitim, dass Werbung Menschen zu einem ganz bestimmten Verhalten animiere, so Stoiber. "Aber es gibt Werbung, die Menschen möglicherweise zu unsozialem oder gesundheitsschädlichem Verhalten animiert. Und da muss man die Frage stellen: Reicht es, zu sagen, das ist gefährlich oder gesundheitsgefährlich, und es ist deine Sache, ob du diese Warnung ernst nimmst oder nicht. Oder reicht das nicht - muss ich sagen, du darfst das nicht entscheiden, ich verbiete es dir einfach."

    Der frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber ist heute Vorsitzender der High-Level-Group zum Bürokratieabbau in Brüssel. Das 15 Mitglieder starke Gremium wurde von der EU-Kommission eingesetzt.

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Rolf Schröter

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