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Deutscher Zigarettenverband will Lobbyarbeit ändern

    München (ots) - Die neue Geschäftsführerin des Deutschen Zigarettenverbandes (DZV), Marianne Tritz, will mit alten Methoden der Lobbyarbeit der Zigarettenindustrie brechen. Dies erklärte die ehemalige Grünen-Politikerin in einem Interview in der heute erscheinenden Ausgabe  des Branchenmagazins Werben & Verkaufen (W&V). So will Tritz den Dialog mit der Politik verändern. "Es macht nach meiner Erfahrung wenig Sinn, Bundestagsabgeordnete in die China Lounge oder ins Adlon einzuladen", so Tritz. Effizienter sei es, mit Abgeordneten Sachfragen zu diskutieren. Auch bei Gesetzesvorhaben will der DZV, dem außer dem Marlboro-Hersteller Philip Morris alle großen Zigarettenfirmen angehören, künftig deutlich zurückhaltender agieren. "Es ist für den Verband auch tabu, in Gesetzesvorhaben einzugreifen und an Gesetzen selbst mitzuschreiben. Die Kraft der Argumente, das politische Gespräch, muss reichen." Gegen ein Komplettverbot der Tabakwerbung will der DZV allerdings laut Tritz weiter vorgehen. Der DZV hatte sich vor einigen Wochen nach der Auflösung des Verbandes der Cigarettenindustrie (VdC) neu gegründet. Die Bestallung der ehemaligen Bundestagsabgeordneten der Grünen, die für einen dezidierten Nichtraucherschutz eintreten, zur Geschäftsführerin hatte für Furore gesorgt.

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