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Fußball-Bundesliga: Premiere bringt Zusammenfassung am Sonntag vormittag in die Diskussion
CEO-Michael Börnicke prüft Klage gegen RTL und ProSieben
Premiere will Preis- und Paketstruktur vereinfachen

    München (ots) - Kurz vor Eröffnung des Rechtepokers um die künftige Übertragung der Fußball-Bundesligaspiele drängt der Pay-TV-Sender Premiere auf ein Aus für die ARD-Sportschau. In einem Interview mit dem Wochenmagazin Werben & Verkaufen, W&V, sagte Senderchef Michael Börnicke, die Sportschau solle kein Dogma sein. Es gebe andere Wege, von denen alle profitieren würden. Danach würde Premiere am liebsten sämtliche Live-Rechte erwerben. Für das Free-TV bliebe nach Ansicht Börnickes beispielsweise ein Spiel am Freitag, eine Zusamenfassung am Samstag abend um 22:00 Uhr sowie am Sonntag Vormittag. In dem W&V-Interview lehnte es der CEO von Premiere zudem noch einmal ab, von der DFL vorproduzierte Beiträge zu senden. Das, so Premiere-CEO Börnicke, werde man niemals akzeptieren. "Da ist die Sirius auf dem Holzweg."

    Künftig will Premiere auch bei Serien und Spielfilmen mehr auf Exklusivität pochen. Man werde für Blockbuster die bislang üblichen Preise nur noch bezahlen, wenn die entsprechende DVD nicht vorher veröffentlicht werde, so Börnicke in W&V. Zudem arbeitet der Premierechef derzeit an einer Vereinfachung seiner Pay-TV-Angebote und Preisstruktur. Börnicke: "Wir müssen es dem Kunden einfacher machen."

    Nachdem Rupert Murdoch seine Anteile an Premiere vor wenigen Tagen auf 20 Prozent aufgestockt hat, glaubt Michael Börnicke an eine größere Einflussnahme des Medienmoguls. Er rechnet damit, dass die News Corporation auf der nächsten Hauptversammlung ein Mitspracherecht im Aufsichtsrat anstrebt. Gegenüber W&V gab Börnicke auch bekannt, juristische Schritte gegen die großen Sender RTL, ProSieben und Sat.1 zu prüfen. Hintergrund sind die vom Kartellamt geahndeten Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht. Sollte dadurch Premiere im Bereich der Werbezeitenvermarktung ein Schaden enstanden sein, behalte man sich rechtliche Schritte vor. Börnicke: "Wir prüfen gerade, ob uns ein Schaden entstanden ist."

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