CARE Deutschland-Luxemburg e.V.

Erdbeben Afghanistan: Langfristige Lösungen anstreben
Land gehört zu den besonders gefährdeten Regionen
CARE setzt sich für erdbebensichere Häuser ein

    Bonn/Kabul (ots) - Drei Tage nach dem folgenschweren Erdbeben im
Norden Afghanistans appelliert die Hilfsorganisation CARE an die
internationale Gemeinschaft, beim Wiederaufbau zerstörter Häuser die
Erdbebensicherheit in den Vordergrund zu stellen. Edith Wallmeier,
Nothilfekoordinatorin bei CARE Deutschland: "CARE drängt seit vielen
Jahren darauf, gerade in derart gefährdeten Ländern wie Afghanistan
den Bau erdbebensicherer Häuser voranzutreiben. Diese Häuser
unterscheiden sich weniger im finanziellen Aufwand als vielmehr in
der Konstruktionsweise. Sie sind also keineswegs als "Luxusbauten"
misszuverstehen."
    
    CARE hat bereits nach dem verheerenden Erdbeben von 1999 im
Südosten Afghanistans, das rund 100.000 Menschen obdachlos machte, im
Rahmen seiner Not- und Wiederaufbauhilfe mit dem Bau solcher Häuser
begonnen. Wallmeier: "Mit Erdbeben ist in Afghanistan immer wieder zu
rechnen. Davor können wir die Betroffenen nicht schützen. Wir können
aber dazu beitragen, dass die Auswirkungen solcher Naturgewalten
künftig weniger dramatisch sind. Erdbebensichere Unterkünfte sind ein
wichtiger Schritt in diese Richtung."
    
    Die durch das Erdbeben vom vergangenen Montag erschütterte Provinz
Baghlan gehört bislang nicht zu den Projektgebieten von CARE.
Aufgrund der rasch angelaufenen Versorgung durch bereits vor dem
Beben in dieser Region tätige Organisationen hat CARE zunächst auf
die Entsendung eigener Mitarbeiter verzichtet, steht jedoch in enger
Koordination mit anderen Hilfsorganisationen und stellt bei Bedarf
jederzeit kurzfristig Zelte, Decken, Wasserkanister, proteinreiche
Nahrung und andere in Kabul lagernde Hilfsgüter zur Verfügung.
    
    CARE ist seit 1961 in Afghanistan tätig - in Projekten der
langfristigen Entwicklungszusammenarbeit und immer wieder auch in
Nothilfe und Wiederaufbau. Derzeit versorgt die internationale
Organisation 440.000 Menschen in Kabul mit sauberem Trinkwasser,
betreut 10.000 Witwen und ihre Familien mit Nahrungsmitteln und
Gesundheitsfürsorge und führt verschiedene "Cash for work"-Programme
durch. Im Südosten Afghanistans unterstützt CARE die Schulausbildung
von 23.000 Kindern und Jugendlichen, fast die Hälfte von ihnen
Mädchen.
    
    Spendenkonto 44 040
    Sparkasse Bonn (BLZ 380 500 00)
    Stichwort "Afghanistan"
    
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