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Ein Jahr nach Beginn des Krieges im Jemen: Hilfsorganisationen fordern Ende des Konflikts

Bonn/Sanaa (ots) - Ein Jahr nach Beginn des Krieges im Jemen (25.März)fordert ein Bündnis von mehr als 40 Hilfsorganisationen, darunter CARE und Oxfam, ein sofortiges Ende der Gewalt und eine nachhaltige politische Lösung. 80 Prozent der Bevölkerung benötigen dringend humanitäre Hilfe und mehr als 14 Millionen Menschen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. "Die Weltgemeinschaft darf nicht weiterhin wegschauen, während der Jemen am Abgrund steht. Die Armut und Vertreibung, die wir in den letzten Monaten gesehen haben, sind absolut beispiellos und die Situation verschärft sich täglich", so Daw Mohammed, Länderdirektor von CARE International im Jemen.

Jemen war bereits vor dem Konflikt das ärmste Land im Nahen Osten. Bisher steht die finanzielle Hilfe in keinem Verhältnis zu dem enormen humanitären Bedarf. Angriffe der Konfliktparteien auf zivile Infrastruktur wie Schulen und Krankenhäuser haben mehr als 6.100 Menschen - darunter vor allem Kinder - das Leben gekostet. "Die Menschen wurden ihrer Lebensgrundlage beraubt. Die Infrastruktur ist zerstört, Importe sind stark eingeschränkt. Die Menschen können ihre Familien nicht ernähren, leiden Hunger und sind nicht in der Lage, ein würdevolles Leben zu führen", so Oxfams Länderdirektor Sajjad Mohammad Sajid.

Hilfsorganisationen haben aufgrund der anhaltenden Kämpfe nur begrenzten Zugang zu den Menschen in Not. Gleichzeitig verschlechtert sich die wirtschaftliche Situation immer weiter, so dass Familien die Schocks des Krieges kaum mehr alleine bewältigen können. Sie haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, Nahrungsmitteln, Gesundheitsversorgung und Kinder können nicht zur Schule gehen.

Je länger nicht gehandelt wird, so die Hilfsorganisationen, desto gravierender werden die Auswirkungen des Konflikts auf Zivilisten sein und desto stärker wird die Stabilität des Landes und der gesamten Region langfristig beeinträchtigt.

CARE Deutschland-Luxemburg:

Johanna Mitscherlich, Tel.: 0228-9756348, mobil: 0176-70330114 E-Mail: mitscherlich@care.de CARE wurde 1945 in den USA gegründet, um Armut und Hunger in Europa mit über 100 Millionen CARE-Paketen zu lindern. Allein in Deutschland wurden damals zehn Millionen CARE-Pakete verteilt. Heute setzt sich CARE in 90 Ländern mit überwiegend einheimischen Kräften für die Überwindung von Not, Armut und Ausgrenzung ein und beteiligt insbesondere Frauen und Mädchen. CARE hat Beraterstatus bei den Vereinten Nationen und hilft unabhängig von politischer Anschauung, religiösem Bekenntnis oder ethnischer Herkunft. CARE ist Mitglied im Deutschen Spendenrat und wurde in den vergangenen Jahren für seine transparente Berichterstattung immer mit einem der oberen Plätze des Transparenzpreises von PricewaterhouseCoopers ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr hat CARE über 72 Millionen Menschen weltweit unterstützt.

Oxfam Deutschland:

Sebastian Meyer, Tel.: 030-45 30 69 711, E-Mail: smeyer@oxfam.de Oxfam ist eine internationale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation, die weltweit Menschen mobilisiert, um Armut aus eigener Kraft zu überwinden. Dafür arbeiten im Oxfam-Verbund 17 Oxfam-Organisationen Seite an Seite mit rund 3.000 lokalen Partnern in mehr als 90 Ländern.

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