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Internationale Schutztruppe für Afghanistan: klare Trennung von kämpfenden Einheiten

Bonn (ots) - CARE mahnt: Humanitäre Hilfe muss in den Händen ziviler Kräfte bleiben / Stärkung einheimischer Institutionen entscheidend Die Bonner Hilfsorganisation CARE Deutschland appelliert an die Internationale Gemeinschaft, bei der Bildung einer multinationalen Schutztruppe für Afghanistan strikt darauf zu achten, dass ihre Aufgaben sich klar unterscheiden von jenen der Krieg führenden Militärkoalition. Willi Erl, Vorsitzender von CARE Deutschland:"Die Menschen in Afghanistan haben Angst um ihre Sicherheit, und sie sind verständlicherweise misstrauisch gegenüber den vielen bewaffneten Truppen, die in der Vergangenheit so wenig dazu beigetragen haben, Frieden ins Land zu bringen." Von entscheidender Bedeutung für den Erfolg eines solchen Einsatzes, so Erl weiter, werde es sein, dass "die Schutztruppe nicht als Besatzungsmacht erlebt wird, sondern als Truppe mit zeitlich begrenztem Einsatz und dem Ziel, die Afghanen in der Überwindung der humanitären Krise und im politischen Wandel zu unterstützen. In diesem Sinne hätte CARE Deutschland die Wahl von Soldaten aus im Afghanistan-Konflikt unbeteiligten Nationen begrüßt." CARE Deutschland befürwortet grundsätzlich den Entschluss, eine internationale Schutztruppe für Afghanistan bereit zu stellen. Ihr kann eine wichtige Funktion in der Unterstützung humanitärer Hilfsaktionen zufallen - etwa bei der Reparatur und Sicherung von Zufahrtsstraßen und der übrigen Infrastruktur oder auch, wie von der UN gefordert, beim Abwurf von Hilfsgütern aus der Luft in Gebieten, die über den Winter über den Landweg nicht zu erreichen sind. Willi Erl: "Es muss jedoch klar sein, dass sie keine leitende, sondern unterstützende Funktion einnimmt. Humanitäre Hilfe gehört weiterhin in die Hände der Zivilgesellschaft. Einheimische Institutionen zu stützen ist dabei eine der zentralen politischen Aufgaben, die durch den Einsatz einer Schutztruppe nicht unterlaufen werden darf." CARE, eine der großen internationalen Hilfsorganisationen und seit den sechziger Jahren in Afghanistan tätig, versorgt derzeit in Kabul rund 250.000 Menschen mit Trinkwasser, verteilt Nahrung an Witwen und deren Familien und schult sie in Gesundheitsfragen. Im ländlichen Südosten Afghanistans hat CARE die Schulausbildung von bisher 19.000 Kindern und Jugendlichen gefördert - fast die Hälfte von ihnen Mädchen. Um die Not- und Wiederaufbauhilfe für Afghanistan fortführen und intensivieren zu können, ist CARE Deutschland auf weitere Spenden aus der Bevölkerung angewiesen. Spendenkonto 44 040 Sparkasse Bonn (BLZ 380 500 00) Stichwort "Afghanistan" Online-Spenden: www.care.de ots Originaltext: CARE Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Für Rückfragen und die Vermittlung von Gesprächspartnern wenden Sie sich bitte an unsere Pressestelle: Angela Franz: 0228 97563-41, 0172 2142714 mobil Christian Worms: 0228 97563-28, 0175 9960649 mobil Original-Content von: CARE Deutschland-Luxemburg e.V., übermittelt durch news aktuell

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