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Wiederaufbau Afghanistan: Frauen tragende Säule der Gesellschaft / CARE appelliert an deutsche Regierung, Ausbildung massiv zu unterstützen

Bonn/Berlin (ots) - Die Bonner Hilfsorganisation CARE Deutschland appelliert an die Bundesregierung, die Schulbildung von Mädchen zu einem zentralen Anliegen ihrer Wiederaufbau-Hilfe in Afghanistan zu machen. "Ein nachhaltiger Wiederaufbau umfasst weit mehr als die Reparatur materieller Schäden. Wir fordern die Bundesregierung auf, in den nächsten Jahren 200 Millionen Euro für den Aufbau eines Schulsystems bereitzustellen, in dem Mädchen und Jungen gleichermaßen gefördert und in die Lage versetzt werden, ihr späteres Leben aus eigener Kraft und gemäß ihren Fähigkeiten zu meistern. Dies ist ein entscheidender Beitrag gegen die Radikalisierung und für langfristigen Frieden in diesem kriegszerstörten Land", erläutert Manuela Roßbach, Geschäftsführerin von CARE Deutschland anlässlich der Jahresendkonferenz der Afghanistan Support Group - eines Zusammenschlusses der 15 wichtigsten Geberländer - in Berlin. Frauen und Mädchen kommt beim Wiederaufbau Afghanistans eine entscheidende Bedeutung zu. Unter der Taliban-Herrschaft völlig aus dem öffentlichen Leben verdrängt, repräsentieren sie die Mehrheit der Bevölkerung und zählen in städtischen Regionen vielfach zur ehemaligen geistigen Elite des Landes. Ihre Rolle zu stärken und sie aktiv in den Wiederaufbau einzubinden muss politisches wie humanitäres Anliegen zugleich sein. Kevin Henry, CARE Advocacy Director: "Parallel zu der Versammlung von Stammesfürsten, die über die künftigen politischen Strukturen in Afghanistan entscheiden sollen, wäre eine Zusammenkunft von Frauen aus allen Sektoren und Regionen des Landes denkbar, die die aus ihrer Sicht vordringlichsten Aufgaben darstellen." In keinem Fall, so Henry, dürfe die Diskussion um den Wiederaufbau von externen Institutionen beherrscht werden, die oft nur sehr wenig praktische Erfahrung in Afghanistan haben. Vielmehr solle bei der Planung von Wiederaufbau-Maßnahmen auf die weitreichende Erfahrung lokaler und internationaler Hilfsorganisationen im Lande gebaut werden. CARE, eine der großen internationalen Hilfsorganisationen und seit den sechziger Jahren in Afghanistan tätig, versorgt derzeit in Kabul rund 250.000 Menschen mit Trinkwasser, verteilt Nahrung an Witwen und deren Familien und schult sie in Gesundheitsfragen. Im ländlichen Südosten Afghanistans hat CARE die Schulausbildung von bisher 19.000 Kindern und Jugendlichen gefördert - fast die Hälfte von ihnen Mädchen. Manuela Roßbach: "Die Ausbildung insbesondere von Mädchen und Frauen wird auch künftig einer der Schwerpunkte unserer humanitären Arbeit in Afghanistan sein." Um die Not- und Wiederaufbauhilfe für Afghanistan fortführen und intensivieren zu können, ist CARE Deutschland auf weitere Spenden aus der Bevölkerung angewiesen. Spendenkonto 44 040 Sparkasse Bonn (BLZ 380 500 00) Stichwort "Afghanistan" Online-Spenden: www.care.de Als Interviewpartner während der ASG-Konferenz (5.-7.Dezember) stehen Ihnen zur Verfügung: Manuela Roßbach, Geschäftsführerin CARE Deutschland: 0170 2402007 Kevin Henry, CARE Advocacy Director (englisch): 0170 2402007 ots Originaltext: CARE Deutschland Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Für Rückfragen und die Vermittlung weiterer Gesprächspartner wenden Sie sich bitte an unsere Pressestelle: Angela Franz: 0228 97563-41, 0172 2142714 mobil Christian Worms: 0228 97563-28, 0175 9960649 mobil Original-Content von: CARE Deutschland-Luxemburg e.V., übermittelt durch news aktuell

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