CARE Deutschland-Luxemburg e.V.

Katastrophensituationen: Wiederaufbau genau so wichtig wie Nothilfe

    Bonn/Berlin (ots) -

    CARE warnt: Katastrophenregionen werden oft vergessen, sobald Kamerasabgezogen sind / Gemeinsame Verantwortung von Medien und Hilfsorganisationen / Gelungener Wiederaufbau in Indien

    "Eine Katastrophe ohne Bilder wird in der
breiten Öffentlichkeit nicht als solche wahrgenommen - und
entsprechend gering ist die Spendenbereitschaft. Dies erleben wir
dieser Tage in Afghanistan, von wo uns noch kaum unabhängige Bilder
erreichen, und wir erleben es im indischen Erdbebengebiet Gujarat,
das zu Beginn diesen Jahres für einige Wochen im Zentrum eines
erschütterten Weltinteresses lag. Entscheidend für die Menschen in
Katastrophenregionen aber ist es, nicht nur während der akuten
Nothilfephase Beachtung zu finden, sondern gerade während des langen
Weges des Wiederaufbaus - denn nur der eröffnet den Betroffenen
nachhaltige Chancen für eine selbstgestaltete Zukunft. Das gilt für
Indien ebenso wie es für Afghanistan gelten wird," erläuterte Willi
Erl, Vorsitzender von CARE Deutschland anlässlich einer
Pressekonferenz in der britischen Botschaft.
    
    Unbedingte Neutralität der Hilfsorganisationen als zentrale
Voraussetzung für schnelle, effektive und nachhaltige humanitäre
Hilfe betonte Willi Erl und appellierte an die Presse, die gemeinsame
Verantwortung anzunehmen, die sich für Hilfsorganisationen und Medien
hieraus ergebe. In diesem Zusammenhang wies er erneut auf die fatalen
Folgen einer Vermischung humanitärer und militärischer Aktionen hin,
wie sie derzeit mit der "Brot und Bomben-Strategie" gegen die Taliban
praktiziert wird. "Die abgeworfenen Nahrungspakete haben nichts zu
tun mit "CARE"-Paketen - sie als solche zu bezeichnen gefährdet nicht
nur unsere Mitarbeiter im Krisengebiet, sondern auch die gesamte
weitere humanitäre Arbeit."
    
    Im Anschluss an die Konferenz hatte CARE Deutschland gemeinsam mit
seiner Schwesterorganisation CARE Großbritannien zu einem
Informationsabend geladen. Das Thema: der indische Bundesstaat
Gujarat neun Monate nach dem verheerenden Erdbeben, dem Ende Januar
zehntausende Menschen zum Opfer fielen. Vor 400 geladenen Gästen aus
Politik, Wirtschaft und Öffentlichem Leben sowie langjährigen
Förderern von CARE zogen Nothilfekoordinatoren und Projektmanager der
Organisation eine Bilanz der Zusammenarbeit im Erdbebengebiet - von
den ersten Stunden nach Bekanntwerden der Katastrophe bis heute.
Madhuri Dass, Pressereferentin von CARE Indien: "Inzwischen haben
viele tausend Menschen wieder ein festes Dach über dem Kopf und neue
Perspektiven für die Zukunft. Unser Ziel ist es, sie darin zu
unterstützen, ihr Leben aus eigener Kraft zu meistern und auf
künftige Katastrophen besser vorbereitet zu sein. Dies ist trotz
aller bisherigen Erfolge ein langer
Weg."
    
    Spendenkonto 44 040
    Sparkasse Bonn (BLZ 380 500 00)
    Stichwort "Afghanistan"
    
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