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Weltgesundheitstag: "Syrische Flüchtlinge sterben an behandelbaren Krankheiten"
CARE-Umfrage: Neun von zehn Flüchtlingshaushalten in Jordanien benötigen medizinische Hilfe

Bonn (ots) - Im Vorfeld des Weltgesundheitstages am 7. April warnt die Hilfsorganisation CARE, dass sich die Gesundheit von fast 600.000 syrischen Flüchtlingen in Jordanien zunehmend verschlechtert. Die internationale Gemeinschaft muss die jordanische Regierung dringend unterstützen, das Gesundheitssystem für syrische Flüchtlinge und ihre Gastgemeinden zu verbessern.

CARE hat insgesamt 384 Familien befragt. Neun von zehn berichten, dass mindestens ein Familienmitglied unter chronischen Krankheiten, Verletzungen oder psychischen Problemen leidet. "Es gibt immer mehr Fälle, in denen Menschen an Krankheiten sterben, die in der Regel entweder vermeidbar oder behandelbar sind", so Salam Kanaan, CARE-Länderdirektorin in Jordanien.

Flüchtlingsfamilien müssen durchschnittlich 65 Euro pro Monat für medizinische Leistungen und Medikamente ausgeben. Familien, die keine oder nur wenig finanzielle Hilfe bekommen, können diesen Betrag oft nicht aufbringen. Mit der Unterstützung der internationalen Gemeinschaft hat die jordanische Regierung bereits erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Gesundheitsversorgung zu erweitern. Doch nach CARE-Umfragen sagten 23 Prozent der syrischen Flüchtlinge, dass sie eher private Dienste aufsuchen, weil öffentliche Krankenhäuser ihre Bedürfnisse nicht decken oder zu weit von ihrer Unterkunft entfernt liegen.

"Wenn die Unterstützung für syrische Flüchtlinge so dramatisch unterfinanziert bleibt wie bisher und täglich mehr syrische Flüchtlinge die jordanische Grenze passieren, wird die Zahl der Krankheitsfälle steigen. Die Kapazitäten des öffentlichen Gesundheitssystems müssen gestärkt werden, damit syrische Flüchtlinge und Gastgemeinden die Behandlung bekommen, die sie benötigen", fordert Kanaan. "Wir können nicht tatenlos zusehen, wie chronische Krankheiten und schwere Erkrankungen von tausenden Flüchtlingen zu akuten medizinischen Notfällen werden. Zusätzliche Unterstützung ist jetzt dringend erforderlich."

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