CARE Deutschland-Luxemburg e.V.

Hilfsappell: Sudan droht neue Hungersnot

    Bonn/Khartoum (ots) -

    Situation im Nordwesten verschlechtert sich / Hunderttausende
durch anhaltende Dürre gefährdet / CARE fordert stärkeres Engagement
der internationalen Gemeinschaft
    
    Im Nordwesten des Sudan zeichnet sich eine schwere Hungersnot ab.
Vor allem in den Provinzen Kordofan und Darfur, wo zwei Millionen
Menschen unter einer anhaltenden Dürre und Ernteausfällen leiden,
verschlechtert sich die Situation rapide. CARE hat deshalb einen
dringenden Appell an die internationale Gemeinschaft gerichtet, ihre
Hilfsanstrengungen zu verstärken.
    
    "Was andere Länder 'Trockenzeit' nennen, ist im Sudan gemeinhin
als 'Hungersaison' bekannt", weiß Edith Wallmeier,
Nothilfe-Koordinatorin von CARE Deutschland. "Doch in diesem Jahr
könnte sich die 'Hungersaison' zu einer Krise entwickeln, die das
Leben hunderttausender Sudanesen im Nordwesten bedroht. Das wäre
katastrophal, denn Millionen Menschen sind bereits vor einem der
ältesten Bürgerkriege, vor Nahrungs- und Wassermangel im Süden und
Osten des Landes auf der Flucht. Darauf haben wir mit anderen
Hilfsorganisationen seit Jahresbeginn hingewiesen."
    
    Bereits im Februar startete CARE deshalb Programme, um den
wachsenden Hunger in den betroffenen Gebieten zu lindern. Etwa
650.000 Menschen in Nord- und Westkordofan wurden mit Lebensmitteln
versorgt, 54.000 Kleinbauern erhielten darüber hinaus insgesamt 1.645
Tonnen Saatgut. 382.000 Dürreopfer, vor allem Frauen und Kinder,
haben Zugang zu medizinischer Grundversorgung. Durch Bau und
Instandsetzung von Brunnen sollen bis Juni 2002 rund 280.000
Sudanesen mit sauberem Trinkwasser versorgt werden.
    
    Weitere Spenden und öffentliche Mittel sind jedoch dringend
erforderlich: Ein von CARE unterhaltenes Frühwarnsystem, das
regelmäßig Informationen über die Ernährungslage sammelt und
auswertet, weist für Kordofan einen beschleunigten Anstieg der
Unterernährung aus, vor allem bei Kindern unter zwei Jahren. Edith
Wallmeier: "Die Lebensmittelpreise haben sich verdreifacht, Tausende
sind bereits auf der Flucht."
    
    Spendenkonto 44 040
    Sparkasse Bonn (BLZ 380 500 00)
    Stichwort "Sudan"
    
    Online-Spenden: www.care.de
    
    
ots Originaltext: CARE Deutschland e.V.
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Für Rückfragen und die Vermittlung von Gesprächspartnern steht unsere
Pressestelle zur Verfügung:

Christian Worms: 0228 97563-28, 0175 9960649 mobil
Angela Franz:      0228 97563-41, 0172 2142714 mobil
    
Herausgeber: CARE Deutschland e.V., Dreizehnmorgenweg 6, 53175 Bonn

Original-Content von: CARE Deutschland-Luxemburg e.V., übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: CARE Deutschland-Luxemburg e.V.

Das könnte Sie auch interessieren: