CARE Deutschland-Luxemburg e.V.

UN-Sondersitzung zur AIDS-Pandemie: CARE mahnt zur offensiven Vorsorge und Behandlung

    Bonn (ots) -
    
    Internationale Hilfsorganisation appelliert an Staatsoberhäupter,
finanzielle Ressourcen aufzustocken / Kampf gegen AIDS untrennbar mit
Armutsbekämpfung verbunden / Recht auf medizinische Behandlung
    
    Anlässlich der kommenden Montag beginnenden UN-Sondersitzung zu
HIV/AIDS in New York appelliert CARE International in einem Brief an
die Staatsoberhäupter, die HIV/AIDS-Pandemie als eine der schwersten
Krisen der Gegenwart anzuerkennen und entsprechend zu behandeln. Sir
Harold Walker, Präsident von CARE International: "Wir wissen, dass
die internationalen Geldmittel knapp sind. Die dramatischen
Auswirkungen der Pandemie - nicht nur für die Gesundheit der
Betroffenen, sondern für die gesamte Weltgemeinschaft - zwingen uns
jedoch, neue finanzielle Ressourcen für die Bekämpfung von AIDS und
den Umgang mit seinen Folgen zu erschließen."
    
    Mehr als bisher, so der Appell auch an Bundespräsident Johannes
Rau, Bundeskanzler Gerhard Schröder und die Bundesminister für
Auswärtige Angelegenheiten, Entwicklungszusammenarbeit, Wirtschaft
und Gesundheit, sollte die Staatengemeinschaft dabei Gruppen der
Zivilgesellschaft einbeziehen. So sind es vor allem die
Nichtregierungsorganisationen, die durch ihre langjährige Erfahrung
in der praktischen Durchführung von AIDS-Hilfsprogrammen wertvolle
Impulse geben können. Willi Erl, Vorsitzender von CARE Deutschland:
"HIV/AIDS stellt eine Bedrohung dar für die vielen Erfolge, die die
Entwicklungszusammenarbeit der letzten Jahrzehnte aufzuweisen hat.
Jeder von uns könnte von Aids betroffen sein - aber das größte Risiko
tragen jene, die in extremer Armut leben.  AIDS-Bekämpfung bedeutet
daher zwingend auch Armutsbekämpfung."
    
    Folgende Punkte sollte, so CARE, die in New York anstehende
UN-Deklaration festschreiben:
    
    - ein höheres Finanzvolumen für den geplanten Globalen Fonds zur
Bekämpfung und Behandlung von HIV/AIDS, Malaria und Tuberkulose,
    
    - eine maßgebliche Beteiligung der Nichtregierungsorganisationen
an Aufbau, Kontrolle und Einsatz des Globalen Fonds,
    
    - schnellere Reaktionen auf die HIV/AIDS-Problematik,
    
    - eine Übereinkunft, nach der die Ärmsten dieser Welt Zugang
erhalten zu den wichtigsten AIDS-Medikamenten, zur sozialen Betreuung
und zur Vorsorge,
    
    - die ausdrückliche Einbeziehung auch der durch Armut oder Krieg
heimatlos gewordenen und besonders gefährdeten Flüchtlinge,
    
    - ein klares Bekenntnis zur Würde und zu den Rechten jener, die
mit HIV/AIDS leben bzw ein besonders hohes Infektionsrisiko tragen.
    
    CARE engagiert sich seit 1987 weltweit in der AIDS-Bekämpfung.
Derzeit führt die Organisation 40 AIDS-Programme in 19
Hochrisikoländern Afrikas, Asiens, der Pazifikregion, Lateinamerikas
und der Karibik durch. Da die Krankheit längst sämtliche
Lebensbereiche in den betroffenen Regionen berührt, nimmt ihre
Bekämpfung zudem in allen CARE-Projekten zur Armutsminderung eine
zentrale Stellung ein - von landwirtschaftlicher Entwicklung über
Ausbildung, Familienplanung und Gesundheit bis hin zu Kleinmaßnahmen
der Existenzsicherung.
    
ots Originaltext: CARE Deutschland e.V.,
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