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Dürre im Sudan: Nur schnelles Handeln verhindert Katastrophe

Bonn/Khartoum (ots) - Fast drei Millionen Menschen im Sudan droht in den nächsten zwei Monaten eine erneute dramatische Wasser- und Nahrungsmittelknappheit. Die Folgen wären katastrophal für eine Bevölkerung, die bereits mit sinkenden Ernteerträgen und Viehbeständen, der Last eines ausufernden Bürgerkrieges und dem völligen Fehlen einer tragfähigen Infrastruktur zu kämpfen hat. Nach Einschätzungen von CARE werden allein in Kordofan, einem der von der derzeitigen Dürre besonders betroffenen Gebiete, in den kommenden Monaten 1,2 Millionen Menschen Nahrungshilfe benötigen; fast 500.000 von ihnen werden darüber hinaus keinen Zugang zu ausreichender Trinkwasserversorgung haben. Die sporadischen Regenfälle des letzten Jahres haben in Kordofan zu massiven Ernteverlusten geführt. "Wenn wir verhindern wollen, dass die neue Hungersnot im Sudan dieselben Ausmaße annimmt wie die gerade erst überwundene, müssen wir unverzüglich handeln", sagt Michel Belisle, Länderdirektor von CARE. "Allein in Kordofan werden dazu in den nächsten paar Monaten über eine Million US Dollar zusätzlicher Finanzhilfe und 54.000 Tonnen Getreide benötigt." CARE weist auch auf den zu erwartenden Dominoeffekt durch die Abwanderung in andere Gebiete hin, zu der die Menschen durch die Getreideverknappung in der Heimatregion gezwungen werden. Bereits heute gibt es im Sudan - vor allem durch den Bürgerkrieg - fast vier Millionen intern Vertriebene; ihre Zahl könnte signifikant ansteigen, wenn die derzeitige Nahrungslücke nicht geschlossen wird. CARE appelliert an die internationale Gemeinschaft, die Dürre im Sudan zur Priorität zu machen und der sudanesischen Bevölkerung und ihrer Regierung bei der Bereitstellung der nötigen Ressourcen zu helfen, um eine Katastrophe zu verhindern. Diana Hedrich, Projektkoordinatorin für Afrika bei CARE Deutschland: "Alle Parteien und Beteiligten im Sudan müssen sich dringend gemeinsam um stabile Verhältnisse bemühen, in denen eine langfristige Entwicklung Früchte tragen kann. Denn: Der Sudan hat das Potenzial, sich selbst zu ernähren, aber solange der Bürgerkrieg anhält, werden wir diesen Kreislauf menschlichen Leidens nicht unterbrechen können." CARE ist eine der weltweit größten internationalen Nothilfe- und Entwicklungsorganisationen. In über 70 Ländern gehört Armutsminderung zu ihren zentralen Zielen. Im Sudan führt CARE seit über 20 Jahren Programme durch, die den Menschen auf beiden Seiten der Konfliktparteien zugute kommen. Diana Hedrich ist vom 28.02. bis 02.03. und am 06.03.2001 im CARE Länderbüro in Khartoum zu erreichen und steht für Interviews zur Verfügung. Spendenkonto 44 040 Sparkasse Bonn (BLZ 380 500 00) Stichwort: Sudan Online-Spenden: www.care.de ots Originaltext: Care Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen und Interviewvermittlung steht unsere Pressestelle zur Verfügung: Christian Worms: 0228 97563-28, 0175 9960649 mobil Angela Franz: 0228 97563-41, 0172 2142714 mobil Original-Content von: CARE Deutschland-Luxemburg e.V., übermittelt durch news aktuell

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