CARE Deutschland-Luxemburg e.V.

SPHERE: Internationale Initiative will Qualität der Katastrophenhilfe sichern
CARE-Workshop vermittelt Mindeststandards und humanitäre Leitlinien
Nothelfer optimieren drei Tage gemeinsame Arbeit in Krisengebieten

Bonn (ots) - Die Qualitätssicherung in der Katastrophenhilfe steht im Mittelpunkt eines Workshops, den die Hilfsorganisation CARE vom 21. bis 23. Februar in Bonn durchführt. Teilnehmer sind erfahrene Mitarbeiter internationaler und deutscher Hilfsorganisationen, die für Projektplanung und -management in Katastrophen- und Konfliktgebieten verantwortlich sind. "Spätestens seit dem Völkermord in Ruanda 1994, als hunderte unterschiedlich arbeitende Hilfsorganisationen im Chaos von Massenflucht, Hunger und Krankheit aufeinander trafen, wissen wir, dass Koordination und gemeinsame Mindeststandards in der humanitären Hilfe unerlässlich sind", erklärt Edith Wallmeier, Nothilfe-Koordinatorin von CARE Deutschland. CARE gehörte zu den ersten Hilfsorganisationen, die mit der Gründung der internationalen Initiative SPHERE im Jahr 1997 auf die Globalisierung im Bereich der Nothilfe, aber auch auf die wachsende Zahl komplexer Katastrophen reagierten. Das Ziel: verbindliche Minimalstandards und humanitäre Leitlinien zu entwickeln für einen menschenwürdigen Umgang mit Not leidenden Menschen und für ihre effiziente Versorgung mit Nahrung, Trinkwasser, Notunterkünften und medizinischer Betreuung. "Mehr als 800 Mitarbeiter von 225 Organisationen in 60 Ländern des Südens und Nordens haben sich dieser gewaltigen Aufgabe über einen Zeitraum von zwei Jahren gestellt", berichtet SPHERE-Mitgründer Graham Miller, bei CARE für die Kontakte zu anderen Hilfsorganisationen und den Vereinten Nationen verantwortlich. "SPHERE-Workshops wie der in Bonn finden inzwischen weltweit statt - allein im Kosovo werden derzeit sechs durchgeführt", weiß Paul Giannone, SPHERE-Trainer der ersten Stunde. Möglichst viele Mitarbeiter aus dem Nothilfe-Management sollen so mit den SPHERE-Standards vertraut gemacht werden und diese ständig weiter entwickeln, indem sie Erfahrungen mit der praktischen Umsetzung austauschen. "Wie aktuell das Thema ist, zeigen die jüngsten Erdbeben in Indien und El Salvador", so Giannone. "Auch hier haben CARE und andere SPHERE-Mitgliedsorganisationen die gemeinsamen Standards bei der Planung und Umsetzung von Hilfsmaßnahmen angewandt." Die Verpflichtung auf einen gemeinsamen Verhaltenskodex ist besonders in Konfliktregionen entscheidend. Der internationale Workshop widmet deshalb unter dem Stichwort "Do no harm" (Richte keinen Schaden an) auch diesem Aspekt Aufmerksamkeit. Marge Tsitouris, Nothilfe-Direktorin von CARE USA: "Nothilfe und Versuche, diese zu instrumentalisieren, wirken entscheidend auf den Verlauf von Konflikten und die Beziehung zwischen Bevölkerungsgruppen in Krisen- und Kriegsgebieten. Wir müssen deshalb bei der Planung von Hilfsprogrammen größere Sensibilität für den Interessenausgleich in Konfliktgebieten entwickeln und eine aktivere Rolle dabei übernehmen, zivile, friedensfördernde Kräfte zusammenzubringen." Folgende Gesprächspartner stehen während des Workshops im Bonner Gustav-Stresemann-Institut für Interviews zur Verfügung: Graham Miller, CARE Liaison Office Genf, SPHERE-Mitgründer (englisch) Paul Giannone, CARE USA, SPHERE-Trainer (englisch) Marge Tsitouris, CARE USA, Trainingsmodul "Do no harm" (englisch) Edith Wallmeier, CARE Deutschland, Nothilfe-Koordinatorin (deutsch) Die Teilnahme an Einheiten des Workshops ist nach Absprache ebenfalls möglich. ots Originaltext: CARE Deutschland Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen und die Vermittlung von Interviews steht unsere Pressestelle zur Verfügung: Christian Worms: 0228 97563-28, 0175 9960649 mobil Angela Franz: 0228 97563-41, 0172 2142714 mobil Original-Content von: CARE Deutschland-Luxemburg e.V., übermittelt durch news aktuell

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