CARE Deutschland-Luxemburg e.V.

Indien: Tausende immer noch obdachlos

Bonn (ots) - CARE versorgt Erdbebenopfer mit Zelten, Lebensmitteln und Hilfsgütern für 300.000 Mark / Wachsende Seuchengefahr Eine Woche nach dem verheerenden Erdbeben im westindischen Bundesstaat Gujarat wächst die Angst vor Seuchen, weil immer noch Tausende unter unhygienischen Bedingungen, ohne sauberes Trinkwasser, Nahrung und medizinische Versorgung unter freiem Himmel leben. CARE intensiviert die Verteilung von Hilfsgütern und stellt Großraumzelte (18 x 18 m) zur Verfügung. Edith Wallmeier, Nothilfekoordinatorin von CARE Deutschland: "Mit finanzieller Unterstützung vom Auswärtigen Amt können wir mehr als 10.000 Überlebende in der besonders zerstörten Region Kutch zumindest für einen Monat mit dem Notwendigsten versorgen." Neben der Errichtung von 100 Großzelten mit Feldbetten wird CARE einfache Überlebenssets an 2.100 der schwächsten Familien ausgeben. Jedes Paket enthält Kleidung, Schlafmatten, Essgeschirr, Behelfskocher, Tabletten zur Wasserentkeimung, Wasserkanister, Lampen, Kerzen und Streichhölzer für eine im Durchschnitt fünfköpfige Familie. "Die Opfer brauchen Schutz vor den eiskalten Nächten und der drückenden Hitze am Tag. Hunger und Durst werden immer problematischer", berichtet Dr. Renu Suri, CARE-Koordinatorin im Krisengebiet. "Die meisten Vorräte der Menschen liegen unter ihren Häusern begraben, und Nahrungstransporte haben abgelegene Gemeinden wie Anzar, Bhachau und Rapar bislang kaum oder nicht erreicht." Aus diesem Grund wird CARE dort jede Familie mit einer Tagesration von zwei Kilogramm Getreide, 200 Gramm Linsen sowie 150 Gramm Öl und Salz versorgen. Darüber hinaus richtet CARE zurzeit sechs mobile Erste-Hilfe-Stationen zur medizinischen Grundversorgung ein und stattet 400 lokale Gesundheitsposten mit neuen medizinischen Nothilfesets aus. Die Region Kutch, zu der auch die völlig zerstörte Stadt Bhuj gehört, ist durch das Beben von fast jeder Kommunikation, Strom- und Wasserversorgung abgeschnitten. CARE beginnt deshalb auch mit der Reparatur von Brunnen. "Die Versorgung mit Trinkwasser ist entscheidend, um den Ausbruch von Epidemien zu verhindern", so Dr. Suri, "denn jeder Tag, an dem tausende Tote weiterhin ungeborgen bleiben, steigert jetzt die Seuchengefahr." Alle Maßnahmen werden in Koordination mit Gemeindevertretern, anderen Hilfsorganisationen und der Regionalregierung durchgeführt. Um die Soforthilfe ausweiten und Wiederaufbauprogramme durchführen zu können, ist CARE weiterhin dringend auf Spenden aus der Bevölkerung angewiesen: Spendenkonto 44 040 Sparkasse Bonn (BLZ 380 500 00) Stichwort "Erdbeben Indien" Online-Spenden: www.care.de Über CARE: CARE ist seit 50 Jahren in Indien tätig. Neben der aktuellen Nothilfe führt CARE zurzeit Projekte in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Bildung von Mädchen, Kleingewerbeförderung und Stadtentwicklung durch. Katastrophenhilfe leistete CARE zuletzt nach dem Zyklon vom Oktober 1999, der in der Region Orissa tausende Opfer forderte und mehr als 15 Millionen Menschen obdachlos machte. CARE beschäftigt rund 500 Mitarbeiter in Indien, von denen viele in die Krisenregion entsandt worden sind. Redaktionshinweis: Als Interviewpartner stehen zur Verfügung: Alina Labrada, CARE-Pressesprecherin, z.Zt. Gujarat (nur englisch): Tel. +91 98 2 5168442 od. +91 98 2 5177854 Dr. Renu Suri, CARE-Nothilfemanagerin, z.Zt. Gujarat (nur englisch): Tel. +91 98 2 9058651 Taheeni Thammanagoda, CARE-Projektmitarbeiterin, ab Montag in Neu Delhi (deutschsprachig) ots Originaltext: CARE Deutschland e.V. Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen steht unsere Pressestelle zur Verfügung: Christian Worms: 0228 97563-28, 0175 9960649 mobil Dr. Angela Franz: 0228 97563-41, 0172 2142714 mobil Yvonne Ayoub: 0228 97563-23, 0175 9593870 mobil Herausgeber: CARE Deutschland e.V., Dreizehnmorgenweg 6, D-53175 Bonn, Tel. 0228/97563-0, Fax -51 Email: info@care.de, Homepage: www.care.de Original-Content von: CARE Deutschland-Luxemburg e.V., übermittelt durch news aktuell

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