CARE Deutschland-Luxemburg e.V.

Warum spricht niemand von den Zivilisten?
CARE fordert Verbot uranhaltiger Munition
Nicht nur Soldaten betroffen: Umstrittene Waffen gefährden vor allem Bevölkerung und humanitäre Helfer

Bonn (ots) - CARE Deutschland unterstützt ein Verbot uranhaltiger Munition. Der Einsatz dieser Munition während der Kriege im ehemaligen Jugoslawien hat möglicherweise nicht nur beteiligte Soldaten tödlichen Gesundheitsrisiken ausgesetzt, sondern damals wie heute vor allem die Zivilbevölkerung und tausende Mitarbeiter internationaler Hilfsorganisationen gefährdet. Geschäftsführerin Manuela Roßbach: "CARE erwartet von der NATO, die Öffentlichkeit sofort und konsequent über alle Einsatzgebiete, mögliche Erfahrungen mit Risiken, Krankheitsfällen und erforderliche Schutzmaßnahmen aufzuklären." "Warum wird in der Debatte um dieses Thema immer nur von Angehörigen der Streitkräfte geredet?", fragt Carsten Völz, von Juni 1999 bis April 2000 als Projektmanager für CARE Deutschland im Kosovo tätig. "Was ist mit den Menschen, die sich während der Angriffe in den umkämpften Gebieten aufhielten, die heute dort leben und arbeiten? Es ist schwer verständlich, dass einzelne NATO-Kontingente ihre Soldaten vor möglichen Gefahren warnten, andererseits humanitäre Helfer und die Bevölkerung, mit deren Schutz die KFOR beauftragt war, im Unklaren ließen." Allein das Kosovo wurde nach US-Angaben mit mehr als 30.000 Stück uranhaltiger Munition beschossen. Die daraus entstandene Strahlenbelastung stellt das zweite bedrohliche Kriegserbe für die Bewohner dar - ähnlich wie tausende Landminen, die CARE im Kosovo und anderen Ländern seit Jahren durch Aufklärungs- und Räumungsprogramme bekämpft. Völz: "Alle Ziele urangehärteter Munition müssen erfasst, markiert und notfalls abgesperrt werden, um die Bevölkerung vor momentan unkalkulierbaren Gesundheitsrisiken zu schützen." CARE fördert bereits seit 1991 Nothilfe- und Wiederaufbauprogramme im ehemaligen Jugoslawien (Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo und Serbien). 1999 finanzierte CARE Deutschland in dieser Region Hilfsmaßnahmen für rund 13 Millionen Mark. Allein im Kosovo sind rund 450 einheimische sowie 50 internationale Helfer für CARE tätig. ots Originaltext: CARE Deutschland e.V., Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen und die Vermittlung von Gesprächspartnern steht unsere Pressestelle zur Verfügung: Christian Worms: 0228/ 97563-28, 0175/ 99 606 49 mobil Angela Franz: -41 Yvonne Ayoub: -23 Herausgeber: CARE Deutschland e.V., Dreizehnmorgenweg 6, D-53175 Bonn, Tel. 0228/97563-0, Fax -51 Email: info@care.de, Homepage: www.care.de Original-Content von: CARE Deutschland-Luxemburg e.V., übermittelt durch news aktuell

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