CARE Deutschland-Luxemburg e.V.

CARE-Entminung macht Kosovo sicherer
650.000 Mark für umfassendes Programm
Spezialteams entminen Umgebung von Dörfern und landwirtschaftliche Anbauflächen

Bonn (ots) - CARE Deutschland setzt sein umfassendes Minenaktionsprogramm im Kosovo fort. Bis Dezember sollen die Umgebung von Dörfern und landwirtschaftliche Anbauflächen minenfrei sein. Seit dem Ende des Kosovo-Krieges hat CARE mehr als 11.000 Grundstücke und 300 Kilometer Straße von der Gefahr durch Landminen befreit. Seit der Rückkehr der Flüchtlinge im Juni 1999 wurden in der Krisenprovinz mehr als 100 Menschen bei Landminen- und Bombenunfällen getötet. Hunderte erlitten zum Teil schwerste Verletzungen. Die Entminung findet im Süden des Kosovo in den Gemeinden Ferizaj, Lipjan, Vitina, Kacanik und Gjilan statt. Das Auswärtige Amt und der Slowenische Trust Fund (ITF) haben CARE dafür 650.000 Mark zur Verfügung gestellt. Wie in der Vergangenheit arbeitet CARE wieder mit der Spezialfirma Minetech aus Zimbabwe zusammen. Die Teams, die über Minensuchhunde verfügen, sollen einen Umkreis von 500 Metern um die Dörfer von Minen und nicht explodierter Munition befreien. Die Entminung von Ackerland soll die Aussaat von Winterweizen ermöglichen und damit einen Teil der Nahrungsmittelversorgung im nächsten Jahr gewährleisten. Außerdem sollen die Zugangswege in die Wälder sowie zu Quellen und Bächen sicher gemacht werden, damit sich die Menschen mit Brennholz und Wasser versorgen können. "Minen blockieren die wirtschaftliche Entwicklung, indem sie die Leute von ihren Feldern und Märkten fernhalten und keinen Zugang zu Schulen und Gesundheitszentren erlauben", erklärt Carsten Völz, Balkankoordinator von CARE Deutschland. "Mit seinem Minenaktionsprogramm im Kosovo hat CARE bisher viele der gesteckten Ziele erreicht. Dadurch konnten die wichtigsten Bedürfnisse der Bevölkerung in der Zeit nach dem Krieg befriedigt werden." - CARE-Mitarbeiter fanden und entfernten 528 Personenminen, mehr als 200 Panzerminen und fast 200 Blindgänger. - CARE entminte zwei Hauptstromleitungen von Mazedonien in das Kosovo. Sie liefern inzwischen wieder 35 Prozent des Gesamtstrombedarfes der Provinz. - Im Anschluss an die Rückkehr und Wiederansiedlung von Flüchtlingen im Kosovo klärten CARE-Mitarbeiter bis heute rund 5500 Menschen über die Gefahren durch Landminen und den Umgang mit ihnen auf. Durch ein Trainingsprogramm für Gemeindevertreter hilft CARE Bewohnern in mehr als 180 Dörfern der gesamten Provinz, Landminen zu erkennen und sich vor ihnen zu schützen. - Die UN hat das Handbuch für Minensicherheit von CARE als Standard- Feldführer übernommen. CARE bietet auch Sicherheitstraining für UN-Mitarbeiter und Mitglieder anderer Nichtregierungsorganisationen an. CARE in Jugoslawien und im Kosovo: CARE International ist seit 1993 in der Bundesrepublik Jugoslawien tätig und hilft dort vor allem aus Bosnien vertriebenen serbischen Flüchtlingen. 1998 weitete CARE seine Arbeit auf das Kosovo aus, versorgte die Opfer von Vertreibung und Bürgerkrieg mit Unterkünften und Hilfsgütern, betreute sie medizinisch, half beim Wiederaufbau der Landwirtschaft, führte Projekte zur Minenräumung und Gefahrenaufklärung durch. Im März 1999 zwang der Kosovo-Krieg CARE, seine Nothilfe vorübergehend auf die benachbarten Länder Albanien und Mazedonien zu verlagern. Die Projekte im Kosovo wurden im Juni 1999 wieder aufgenommen und konzentrieren sich jetzt auf die Regionen Urosevac/Ferizaj, Kacanik, Lipljan, Prizren, Podujevo und Mitrovica. CARE ist mit 50 internationalen und 450 einheimischen Mitarbeitern eine der größten Nichtregierungsorganisationen im Kosovo. Am 10. Juni jährte sich der Tag der Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen der jugoslawischen Regierung und der NATO: Der Vertrag von Kumanovo führte zum Stopp des wochenlangen Bombardements. Die internationale Hilfsorganisation CARE nahm ihre Projekte in der vom Krieg zerstörten Provinz drei Tage nach Einrücken der NATO-Truppen wieder auf. CARE reagierte umgehend, als es darum ging, möglichst viele der Vertriebenen - fast eine Million Menschen - mit Nahrung, Notunterkünften und anderen Hilfsgütern zu versorgen und medizinisch zu betreuen. Ein Jahr später hilft CARE den Kosovaren, ihre Heime und Existenzgrundlagen wiederaufzubauen. Voraussetzung hierfür ist die Sicherheit der Menschen in den Projektgebieten. Deshalb unterstützt CARE die Räumung von Landminen und fördert durch Aufklärungsprogramme das Bewusstsein für die tödlichen Gefahren. CARE Deutschland ist Mitglied in CARE International, einem Zusammenschluss von zehn Schwesterorganisationen in Europa, Nordamerika, Australien und Japan. Als eine der größten privaten Hilfsorganisationen führt CARE in mehr als 70 Ländern Projekte der Nothilfe, des Wiederaufbaus und der langfristigen Entwicklung durch. Um weitere Projekte im Kosovo durchführen zu können, bittet CARE Deutschland dringend um weitere Spenden: Spendenkonto 44 040 Sparkasse Bonn (BLZ 380 500 00) Stichwort "Kosovo" Für Interviews steht zur Verfügung: Carsten Völz, Balkankoordinator CARE Deutschland e.V. (von Juni 1999 bis Ende April 2000 als Programmkoordinator im Kosovo tätig) ots Originaltext: CARE Deutschland e.V. Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bitte wenden Sie sich an die Pressestelle von CARE Deutschland e.V.: Christian Worms: 0228/ 97563-28 Markus Dufner: 0228/ 97563-13 Herausgeber: CARE Deutschland e.V., Dreizehnmorgenweg 6, D-53175 Bonn, Tel. 0228/97563-0, Fax -51 Email: info@care.de, Homepage: www.care.de Original-Content von: CARE Deutschland-Luxemburg e.V., übermittelt durch news aktuell

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