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CARE nimmt humanitäre Hilfe im Sudan wieder auf
Rebellenbewegung geht auf Bedingungen der Hilfsorganisationen ein

Bonn (ots) - Lebensrettende Unterstützung für mehr als eine Million Sudanesen CARE International und weitere Hilfsorganisationen können nach über drei Monaten in den Sudan zurückkehren. Die Rebellenbewegung SPLA stimmte den Forderungen der Hilfsorganisationen zu, die Zusammenarbeit mit ihnen wieder an humanitären Prinzipien auszurichten. Damit ist das Recht der Zivilbevölkerung, vorbehaltlos und unparteiisch Hilfe zu erhalten, ebenso gewährleistet wie die Fähigkeit der Organisationen, dort zu helfen, wo die Not am größten ist. Am 1. März 2000 waren die Verhandlungen über ein Abkommen mit der SPLA gescheitert. Letztere hatten die Forderung nicht aufgegeben, in Übereinstimmung mit den Zielen der Sudan Relief and Rehabilitation Association (SRRA) tätig zu werden. Die SRRA ist der sogenannte humanitäre Flügel der Rebellenbewegung. Das "Memorandum of Understanding" (MOU) regelt die Arbeitsbedingungen humanitärer Helfer in den von Rebellen kontrollierten Gebieten. In einem Brief an das Koordinierungsgremium der im Sudan tätigen Hilfsorganisationen, die "Operation Lifeline Sudan" (OLS), bekannten sich nun die Rebellen eindeutig zu den Positionen der Hilfsorganisationen. Die Bedenken wurden von allen Nichtregierungs-Organisationen unter dem Dach der OLS geteilt, einschließlich derer, die das Abkommen unterzeichnet hatten. Diese betonten bereits am 23. Februar in einer gemeinsamen Stellungnahme gegenüber der SRRA, dass die Entscheidung zu unterzeichnen unter Druck zustande gekommen sei und schwerwiegende Konsequenzen für die Fortsetzung humanitärer Unterstützung im Südsudan habe. Die Folgen der unterbrochenen Hilfe für die Bevölkerung können bis jetzt noch nicht abgeschätzt werden. Es wird angenommen, dass insbesondere die Lage in den mit der Schlafkrankheit verseuchten Gebieten sehr kritisch ist. "Der Sudan ist eines der Länder mit der größten Not und wird es wahrscheinlich auf absehbare Zeit auch bleiben", warnt Scott Faiia, Leiter des CARE-Büros von Somalia / Südsudan. Die CARE-Projekte in drei verschiedenen Distrikten sollen so rasch wie möglich wieder aufgenommen werden. In Tambura County verbessert CARE die Basisgesundheitsversorgung, heilt und verhindert die Ausbreitung der Schlafkrankheit. Dort führt CARE auch Programme zur Bildung und Ernährungssicherung durch. In Bor County werden zur Ernährungssicherung Saatgut und Werkzeuge verteilt sowie die vorhandenen Märkte durch einen Ausbau der Infrastruktur und der Vermarktung verbessert. In Kuajiena Payam wurden zusätzlich die Lagerungsmöglichkeiten von Lebensmitteln ausgebaut. CARE International ist eine der größten internationalen Hilfs- und Entwicklungsorganisationen mit Projekten in mehr als 70 Ländern. CARE hat umfassende Programme zur Verbesserung von Gesundheit, Landwirtschaft und der Nothilfe auf beiden Seiten des Konflikts im Sudan organisiert. CARE und andere Organisationen sind am Friedensaufruf für den Sudan "Just Peace" beteiligt, damit die zivilen Opfer des Bürgerkriegs anfangen können, ihr Leben nach zwei Jahrzehnten der Gewalt wieder aufzubauen. ots Originaltext: CARE Deutschland e.V. Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle von CARE Deutschland e.V.: Christian Worms: 0228/97563-28, Markus Dufner: -13 Als Gesprächspartner stehen zur Verfügung: Greg Brady (CARE Süd-Sudan, Assistent des Büroleiters) (254-2) 718405 / 718407 / 726255 Scott Faiia (CARE Somalia/Süd-Sudan, Büroleiter) siehe oben Jon Mitchell (Leiter des Regionalbüros Ostafrika) (254-2) 713672 / 717367 Original-Content von: CARE Deutschland-Luxemburg e.V., übermittelt durch news aktuell

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