CARE Deutschland-Luxemburg e.V.

Dringender Spendenaufruf für Ostafrika
Hunger bedroht acht Millionen Menschen in Äthiopien
950.000 Tonnen Lebensmittel fehlen
CARE fordert humanitäre Korridore und mehr Transportmittel für Hilfsgüter

Bonn (ots) - CARE weitet seine Nothilfe für Äthiopien aus. Gleichzeitig appelliert die internationale Hilfsorganisation an die verfeindeten Nachbarstaaten Äthiopien und Eritrea, ihren Grenzkrieg einzustellen, um die Einrichtung humanitärer Korridore zu ermöglichen. Die Hungerkatastrophe am Horn von Afrika fordere außerdem deutlich mehr Transportmittel für humanitäre statt militärische Zwecke, Hilfslieferungen müssten in den Häfen vorrangig abgefertigt werden. "CARE und andere Hilfsorganisationen haben in den vergangenen Monaten immer wieder darauf hingewiesen, dass sich die Ernährungslage in Ostafrika dramatisch verschlechtert", erinnert Oliver Märtin, Projektkoordinator von CARE Deutschland an die kontinuierliche Entwicklung in der Hungerregion. "Seit mehr als einem Jahr versorgen wir Dürreopfer in den Regionen Hararghe, Borana und ländlichen Gegenden Süd-Äthiopiens mit Lebensmitteln und Trinkwasser. Doch trotz aller Anstrengungen nimmt der Hunger nun das Ausmaß der Katastrophen von 1984 und 1992 an. Bis Jahresende fehlen Äthiopien 950.000 Tonnen Nahrungsmittel für rund acht Millionen Menschen." Koordiniert vom Regionalbüro in Nairobi, wird CARE deshalb weitere 10.000 Tonnen Nahrungsmittel verteilen, Tanklaster transportieren frisches Trinkwasser in die Krisengebiete. Zusätzlich sollen vor Ort Brunnen gebohrt und Zisternen gebaut werden. "CARE hat finanzielle Unterstützung in Höhe von 4,3 Millionen Dollar bei der EU und verschiedenen Regierungsbehörden beantragt", beschreibt Märtin die Intensivierung der Äthiopien-Hilfe. "Doch wir sind dringend auf weitere Spenden angewiesen: Nicht nur in Äthiopien, auch in anderen Ländern der Region wie Eritrea, Somalia, Sudan, Kenia, Uganda und Djibouti sind insgesamt 16 Millionen Menschen vom Hunger bedroht." Seit Mitte 1999 hat sich die Ernährungssituation in Äthiopien rapide verschlechtert. Mehrere Dürren in Folge führten zu massiven Ernteausfällen und dem Verlust von Vieh; der Grenzkrieg mit Eritrea zerstörte zusätzlich seit Februar 1999 die Lebensgrundlage Tausender und machte sie zu Flüchtlingen und Vertriebenen. Durch zu geringe oder ausbleibende internationale Hilfe im vergangenen Jahr sind darüber hinaus die staatlichen Nahrungsreserven der äthiopischen Regierung seit Anfang 2000 praktisch aufgebraucht. Um die Versorgung der Bedürftigen in Äthiopien und anderen betroffenen Ländern sicherstellen zu können, bittet CARE Deutschland dringend um Unterstützung aus der Bevölkerung. Spenden werden erbeten auf: Spendenkonto 44 040 Sparkasse Bonn (BLZ 380 500 00) Stichwort "Hungerhilfe Ostafrika" Über CARE: CARE Deutschland ist Mitglied in CARE International, einem Zusammenschluss von zehn Schwesterorganisationen in Europa, Nordamerika, Australien und Japan. Als eine der größten privaten Hilfsorganisationen führt CARE in mehr als 70 Ländern Projekte der Nothilfe, des Wiederaufbaus und der langfristigen Entwicklung durch. Oliver Märtin, Projektkoordinator für Ostafrika, steht für Gespräche und Interviews zur Verfügung: Mobil-Tel. 0170/ 227 94 89 ots Originaltext: CARE Deutschland e.V. Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Pressestelle CARE Deutschland e.V.: Christian Worms: 0228/ 97563-28, Mobil.-Tel. 0170/ 240 2007 Yvonne Ayoub: -23 Markus Dufner: -13 Herausgeber: CARE Deutschland e.V., Dreizehnmorgenweg 6, D-53175 Bonn, Tel. 0228/97563-0, Fax -51 Email: info@care.de, Homepage: www.care.de Original-Content von: CARE Deutschland-Luxemburg e.V., übermittelt durch news aktuell

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