CARE Deutschland-Luxemburg e.V.

CARE prüft Fortsetzung der Hilfe für Tschetschenen

Bonn (ots) - Team bei Flüchtlingen in Inguschetien / CARE-Mitarbeiter: "Wir brauchen mehr Transportkapazitäten für die Hilfsgüter" Nach Abschluss der ersten Nothilfe für die tschetschenischen Flüchtlinge in Inguschetien untersucht ein CARE-Team die Möglichkeiten für die Fortsetzung der Hilfe in der Kaukasus-Republik. Derzeit bestehe ein großer Bedarf an ergänzender Nahrung, an Medikamenten und an Behandlung für traumatisierte Flüchtlinge, sagte Teamleiter Joachim Piep von CARE Deutschland. CARE-Projektleiter Jürgen Bartels, der nach dreiwöchigem Aufenthalt aus dem Kaukasus zurückkehrte, zog heute bei einem Pressegespräch in Bonn eine insgesamt positive Bilanz der Hilfsgüter-Verteilung an die tschetschenischen Flüchtlinge. "Durch den engen Kontakt mit den inguschetischen Behörden konnte CARE eine sinnvolle Auswahl der Hilfsgüter treffen. Lebensmittel, Betten, Decken und Medikamente wurden dringend gebraucht. Da ich die Ausgabe an Ort und Stelle überwachte, bin ich sicher, dass alles bei den Bedürftigen angekommen ist." Allerdings habe es Probleme beim Transport der Hilfsgüter nach Inguschetien gegeben, bemerkte Bartels. In der Nachbarrepublik Nord-Ossetien, wo eine Zwischenlagerung der Hilfsgüter notwendig war, gebe es zu wenig Kapazitäten zum Weitertransport nach Inguschetien. "Die russische Regierung und die Behörden in den Republiken sind mit der Situation deutlich überfordert", stellte der CARE-Russland-Referent fest. Die Situation in Inguschetien ist nach Bartels' Angaben angespannt. Derzeit kommen immer noch Flüchtlinge aus Tschetschenien in die kleine Nachbarrepublik. Ein Land mit nur 340.000 Einwohnern müsse 200.000 Flüchtlinge aufnehmen. Ein Großteil der Tschetschenen sei privat in Familien untergekommen. "In der Stadt Karabulak kommen auf 16.000 Einwohner sogar 30.000 Flüchtlinge", so Bartels. CARE habe die Menschen an einer zentralen Ausgabestelle gegen Vorlage ihres Flüchtlingsausweises in Listen registriert und Lebensmittel an sie ausgegeben. Die Medikamente seien in 17 Krankenhäusern Inguschetiens verteilt worden. Klappbetten und Decken seien in das größte Flüchtlingslager "Sputnik" gebracht worden. Die Hilfslieferung von CARE, die durch Mittel des Auswärtigen Amtes unterstützt wird, enthält rund 160 Tonnen Mehl, 13 Tonnen Fleischkonserven, 40 Tonnen Zucker, 10,5 Tonnen Kondensmilch, 5,5 Tonnen Pflanzenöl und 5,4 Tonnen Kindernahrung im Wert von knapp 190.000 Mark, Medikamente zur Behandlung von Atemwegs-, Infektions- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Wert von 100.000 Mark sowie rund 700 Klappbetten und 2800 Decken im Wert von 85.000 Mark. Für Interviews stehen in Deutschland Jürgen Bartels und in Inguschetien Joachim Piep zur Verfügung. Um die Hilfe für die tschetschenischen Flüchtlinge in Inguschetien fortsetzen zu können, ist CARE Deutschland auch auf private Spenden angewiesen. Konto-Nr. 44 040 Sparkasse Bonn BLZ. 380 500 00 Stichwort "Tschetschenien" ots Originaltext: CARE Deutschland e.V. Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Pressestelle: Markus Dufner: Tel. 0228/97563-13, Mobil-Tel. 0172-29 39 543 Yvonne Ayoub: Tel. 0228/97563-23 Herausgeber: CARE Deutschland e.V., Dreizehnmorgenweg 6, D-53175 Bonn, Tel. 0228/97563-0, Fax -51 Email: info@care.de, Homepage: www.care.de Original-Content von: CARE Deutschland-Luxemburg e.V., übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: CARE Deutschland-Luxemburg e.V.

Das könnte Sie auch interessieren: