CARE Deutschland-Luxemburg e.V.

Verteilung der CARE-Hilfsgüter verläuft gut
Tschetschenische Flüchtlinge in Inguschetien erhalten 240 Tonnen
Lebensmittel, Medikamente und Decken
CARE-Mitarbeiter überwacht Ausgabe vor Ort

Bonn (ots) - CARE Deutschland verteilt derzeit als eine von wenigen Hilfsorganisationen 240 Tonnen Lebensmittel, Medikamente und andere Hilfsgüter an tschetschenische Flüchtlinge. CARE-Projektkoordinator Jürgen Bartels überwacht den Transport und die Ausgabe an die Bedürftigen in der zu Russland gehörenden Kaukasus-Republik Inguschetien. "Um den Flüchtlingen helfen zu können, müssen viele administrative Hürden überwunden werden", berichtet Jürgen Bartels. "Die russische Regierung schreibt einen Transfer der Hilfsgüter von Moskau über die Nachbarrepublik Nord-Ossetien vor, wo sie auf andere Lkw umgeladen werden müssen. Bisher ist alles gut gegangen. Unser Lkw-Konvoi ist komplett in Wladikawkas in Nord-Ossetien angekommen. Zwei Drittel der Hilfsgüter sind jetzt schon in Inguschetien und werden an die Flüchtlinge verteilt. Ich bin vor Ort und kontrolliere, dass die Hilfsgüter tatsächlich bei den Bedürftigen ankommen." Die Situation in Inguschetien ist nach Bartels´ Angaben angespannt. Ein Land mit nur 340.000 Einwohnern müsse 200.000 Tschetschenen aufnehmen. Ein Großteil der Flüchtlinge sei privat in Familien untergekommen. "In der Stadt Karabulak kommen auf 16.000 Einwohner sogar 30.000 Flüchtlinge", so Bartels. "An einer zentralen Ausgabestelle erhalten die Menschen von uns gegen Vorlage ihres Flüchtlingsausweises Lebensmittel." Die Krankenhäuser in Inguschetien sind offiziellen Berichten zufolge zu 80 Prozent mit Flüchtlingen belegt. "Dort werden dringend Medikamente gebraucht", sagt Jürgen Bartels. "CARE verteilt diese in 17 Hospitälern des Landes." Hilfsgüter gehen auch an das derzeit größte Flüchtlingslager "Sputnik". Dort seien rund 8.700 Flüchtlinge registriert, doch täglich kämen etwa 100 weitere an, so der CARE-Mitarbeiter. "Die Zelte sind jetzt schon überbelegt. Das Brennmaterial für die Öfen müssen die Flüchtlinge selber sammeln. Der Gesundheitszustand vieler Menschen ist schlecht. Jetzt breitet sich hier auch noch die Grippe aus." Die Hilfslieferung von CARE, die durch Mittel des Auswärtigen Amtes unterstützt wird, enthält rund 160 Tonnen Mehl, 13 Tonnen Fleischkonserven, 40 Tonnen Zucker, 10,5 Tonnen Kondensmilch, 5,5 Tonnen Pflanzenöl und 5,4 Tonnen Kindernahrung im Wert von knapp 190.000 Mark, Medikamente zur Behandlung von Atemwegs-, Infektions- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Wert von 100.000 Mark sowie rund 700 Klappbetten und 2800 Decken im Wert von 85.000 Mark. Für Interviews vor Ort steht CARE-Mitarbeiter Jürgen Bartels zur Verfügung. Da Herr Bartels bis zum 10. Februar in Inguschetien bleibt, findet das Pressegespräch mit ihm erst am Mittwoch, 16. Februar, 11 Uhr, in der Geschäftsstelle von CARE Deutschland in Bonn statt. Er zieht eine erste Bilanz der Nothilfe für die Tschetschenien-Flüchtlinge. Um die Hilfe für die tschetschenischen Flüchtlinge in Inguschetien fortsetzen zu können, ist CARE Deutschland auch auf private Spenden angewiesen. Konto-Nr. 44 040 Sparkasse Bonn BLZ. 380 500 00 Stichwort "Tschetschenien" ots Originaltext: CARE Deutschland e.V Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Pressestelle: Markus Dufner: Tel. 0228/97563-13, Mobil-Tel. 0172-29 39 543 Christian Worms: Tel. 0228/97563-28 Original-Content von: CARE Deutschland-Luxemburg e.V., übermittelt durch news aktuell

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