CARE Deutschland-Luxemburg e.V.

CARE-Hilfsgüter im Kaukasus eingetroffen
Hilfsorganisation überwacht Verteilung an Tschetschenien-Flüchtlinge
Am 9. Februar Pressegespräch mit zurückgekehrtem CARE-Mitarbeiter

Bonn (ots) - Ein CARE-Konvoi mit Hilfsgütern für die Tschetschenien-Flüchtlinge ist heute in Nord-Ossetien eingetroffen. In den nächsten Tagen werden die rund 240 Tonnen Lebensmittel sowie Medikamente, Betten und Decken nach Inguschetien transportiert und an die bedürftigsten Flüchtlinge im Kreis Malgobek verteilt. Derzeit sollen sich rund 180.000 Flüchtlinge in der russischen Kaukasusrepublik befinden. UN-Angaben zufolge fliehen täglich weitere 2000 bis 2500 Menschen nach Inguschetien. "Die Lage der Flüchtlinge im kaukasischen Winter wird zunehmend ernster", berichtet CARE-Mitarbeiter Jürgen Bartels. "Heftige Schneefälle verschärfen die Situation." Bartels traf bereits am Montag in der nord-ossetischen Hauptstadt Wladikawkas ein, um mit den zuständigen Behörden die Weiterleitung der Hilfsgüter abzusprechen. Am Dienstag fuhr der CARE-Russland-Referent nach Inguschetien und verschaffte sich vor Ort einen Eindruck. "Die Flüchtlinge, die in still gelegten Fabrikhallen, Eisenbahnwaggons und Zelten untergebracht sind, frieren und haben wenig zu essen. Viele Menschen sind in einem gesundheitlich schlechten Zustand und dringend auf Medikamente angewiesen. Aber auch die Flüchtlinge, die von inguschetischen Familien aufgenommen wurden, brauchen Unterstützung", so Bartels. Der inguschetische Minister für Gesundheitswesen erklärte gegenüber dem CARE-Mitarbeiter: "Wenn die ausländische Hilfe ausbleibt, sieht es sehr schlecht aus." Die Hilfsgüter wurden von CARE in Moskau zusammengestellt und mit 15 Lastwagen innerhalb von dreieinhalb Tagen in den Kaukasus transportiert. Die Lieferung enthält rund 160 Tonnen Mehl, 13 Tonnen Fleischkonserven, 40 Tonnen Zucker, 10,5 Tonnen Kondensmilch, 5,5 Tonnen Pflanzenöl und 5,4 Tonnen Kindernahrung im Wert von knapp 190.000 Mark, Medikamente zur Behandlung von Atemwegs-, Infektions- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Wert von 100.000 Mark sowie rund 700 Klappbetten und 2800 Decken im Wert von 85.000 Mark. Für Interviews steht Jürgen Bartels vor Ort oder über Satellitentelefon zur Verfügung. Nach seiner Rückkehr aus dem Kaukasus zieht Bartels in einem Pressegespräch am Mittwoch, 9. Februar, 11 Uhr, in der Geschäftsstelle von CARE Deutschland in Bonn eine erste Bilanz der Nothilfe für die Tschetschenien-Flüchtlinge. ots Originaltext: CARE Deutschland e.V. Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Pressestelle: Markus Dufner: Tel. 0228/97563-13, Mobil-Tel. 0172-29 39 543 Yvonne Ayoub: Tel. 0228/97563-23 Herausgeber: CARE Deutschland e.V., Dreizehnmorgenweg 6, D-53175 Bonn, Tel. 0228/97563-0, Fax -51 Email: info@care.de, Homepage: www.care.de Original-Content von: CARE Deutschland-Luxemburg e.V., übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: CARE Deutschland-Luxemburg e.V.

Das könnte Sie auch interessieren: