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Deutsche Marine - Pressemeldung: Neues modernes Zentrum für Marinebewerber

Schlüsselübergabe: (von links) Peter Harder, Leiter des Bundeswehrdienstleistungszentrums, Fregattenkapitän Hans Georg Paulinius, stellvertretender Kasernenkomandeur, Hannes Griesemann, Architekt, Fregattenkapitän Thomas Lange, Leiter ZNwG, Oda Griesemann, Architektin, und der Leiter des Baumanagements Friedhelm Seier. Foto: Katrin ...

    Glücksburg (ots) -

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    Wilhelmshaven - Nach fast 48 Jahren hat das Zentrum für Nachwuchsgewinnung (ZNwG) der Marine in Wilhelmshaven eine neue Heimat erhalten. Für 2,4 Millionen Euro hat die Bundeswehr zwei Gebäude auf dem Gelände des Marinestützpunktes in Wilhelmshaven umgebaut und eines neu errichtet. Alles ist dort modern gestaltet. Am heutigen Dienstag fand die Schlüsselübergabe statt. "Nun bin ich der Hausherr", sagte der Leiter des ZNwG, Fregattenkapitän Thomas Lange stolz, als er den Schlüssel in Empfang nahm.

    Transparenz - Nähe zu Marineschiffen bringt Authentizität

    Dank der neuen Nähe zu den Schiffen und Booten der Marine im Marinestützpunkt "Heppenser Groden" können sich die Bewerber noch mehr ein Bild vom Arbeitsalltag bei der Marine machen. "Wir sind froh über die Möglichkeiten, die uns die Nähe zur Flotte bietet. Bislang mussten wir die Bewerber stets mit dem Bus hierher fahren", sagt Lange. "Im Stützpunkt hören die Bewerber von den aktiven Soldaten nicht immer nur positive Dinge", gibt Lange zu. Diese Transparenz sei jedoch gewollt. Die Bewerber sähen, wie beengt es auf einem Schiff zugehen kann. Lange sagt: "Wir stehen für Ehrlichkeit, Offenheit und Authentizität." Deshalb sei der Kontakt von Bewerbern zu aktiven Marinesoldaten letztlich förderlich, um motivierte Soldaten zu gewinnen. Etwa 70 Mitarbeiter des ZNwG Marine kümmern sich um die Bewerber, damit diese aus erster Hand sehen, ob die Marine zu ihren beruflichen Wünschen und Vorstellungen passt.

    Modernstes von fünf Prüfzentren der Bundeswehr

    Der neue Gebäudekomplex wurde nach den Plänen der beiden Architekten Oda und Hannes Griesemann gebaut. Die Konturen sind gradlinig von außen, hell und freundlich im Inneren. Das Bauwerk des ZNwG entspricht nun auch äußerlich den zeitgemäßen Anforderungen einer modernen Marine. Das Projekt wurde in eineinhalb Jahren umgesetzt. Zwei Gebäude wurden dazu kernsaniert und mit einem eingeschossigen Neubau verbunden. In den beiden sanierten Gebäudeteilen befinden sich der medizinische Untersuchungsbereich, die Verwaltung sowie die Unterkünfte für die Bewerber. Das Zentrum für Nachwuchsgewinnung ist nun das modernste der bundesweit fünf Prüfzentren der Bundeswehr.

    230.000 Bewerber seit 1961 in Ebkeriege geprüft

    Mit der Übergabe geht die Geschichte des ZNwG Marine in der Wilhelmshavener Kasernenanlage Ebkeriege zu Ende. Dort haben seit 1961 rund 230.000 Bewerber das Eignungsverfahren absolviert. Fast jeder in der Marine dienende Zeit- und Berufssoldat im Range vom einfachen Matrosen bis zum Oberstabsbootsmann hat dort seine Marineeignung unter Beweis stellen müssen. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Das Auswahlverfahren beim ZNwG steht auch künftig vor dem Beginn jeder Marinekarriere in den Laufbahnen der Mannschaften und Unteroffiziere. Damit sich Interessierte bei der Deutschen Marine für eine Laufbahn bewerben können, ist zunächst das Gespräch mit einem Wehrdienstberater in den Kreiswehrersatzämtern erforderlich. Dort erhalten Interessierte nicht nur Rat sondern auch die notwendigen Bewerbungsunterlagen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.marine.de beziehungsweise unter www.bundeswehr-karriere.de.

    Kontinuität bei der Marine seit 1956

    Begonnen hat die Geschichte des "Zentrums Nachwuchsgewinnung Marine" am 16. Februar 1956. Damals hieß es noch "Annahmestelle für Unteroffiziere und Mannschaften Marine" und war in der Wilhelmshavener Innenstadt beheimatet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gab es viele junge Männer, die bereits in der Kriegsmarine gedient hatten oder aber ungedient waren. Der Andrang von solchen Bewerbern beim Aufbau der damaligen Bundesmarine war so groß, dass bereits am 18. Oktober 1956 der 10.000ste Bewerber geprüft wurde. Knapp ein Jahr später bekam die Dienststelle einen neuen Namen und wurde zur "Freiwilligenannahmezentrale der Marine". Da die Räumlichkeiten in der Innenstadt nicht ausreichten, um sowohl die Mitarbeiter als auch die Bewerber unterzubringen, wurde die Freiwilligenannahmezentrale am 15. Februar 1961 in die Kasernenanlage Ebkeriege verlegt.

    Autor: Katrin Schröter, Presse- und Informationszentrum Marine Fotos: Katrin Schröter, Presse- und Informationszentrum Marine

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