LBS Hessen-Thüringen

Sehr gutes Neugeschäft bei der LBS Hessen-Thüringen

Frankfurt (ots) - Bausparen war auch im vergangenen Jahr in Hessen und Thüringen beliebt: 96.799 Verträge über eine Bausparsumme von 2,89 Mrd. Euro schloss die Landesbausparkasse (LBS) Hessen-Thüringen 2014 ab. Das Volumen des Bruttoneugeschäfts übertraf damit das des Vorjahres um 4,8 Prozent (2013: 2,76 Mrd. Euro). "Trotz des Niedrigzinsumfelds ist das Bausparneugeschäft quicklebendig", so Peter Marc Stober, Sprecher der LBS-Geschäftsleitung. "Die Kunden wissen, dass die Zinsen nicht für immer im Keller bleiben werden. Bausparen ist das klassische Instrument, mit dem sich das aktuelle Zinsniveau dauerhaft festschreiben lässt." In Hessen gelangten 69.886 Verträge (2013: 72.981) über eine Bausparsumme von 2,25 Mrd. Euro (2013: 2,14 Mrd. Euro) zur Unterschrift, in Thüringen 26.913 Verträge (2013: 27.024) über 638,42 Mio. Euro (2013: 611,68 Mio. Euro). Stober: "Unser Haus hat sich bewusst auf die Finanzierungstarife konzentriert. Das erklärt den leichten Rückgang bei der Stückzahl bei gleichzeitigem Anstieg des Volumens.

Mit Vorfinanzierungskrediten zum Eigenheim

Die niedrigen Zinsen sorgen zusammen mit gestiegenen Nettoeinkommen dafür, dass Wohneigentum derzeit für private Haushalte erschwinglicher ist als je zuvor. Das wirkte sich auch auf das Finanzierungsgeschäft der LBS Hessen-Thüringen aus. Sie bewilligte Vorfinanzierungskredite über ein Volumen von 118,89 Mio. Euro und erreichte damit fast exakt das Rekordniveau des Vorjahres. Das Volumen der bewilligten Sofortkredite stieg auf knapp 16 Mio. Euro - ein Plus von 33,0 Prozent gegenüber 2013. Mit ihren Sofortkrediten stellt die LBS Darlehen bis zu 50.000 Euro ohne dingliche Besicherung zur Verfügung. Bauspardarlehen wurden dagegen wie in der gesamten Branche wegen der anhaltenden Niedrigzinsphase weniger abgerufen als im Jahr zuvor. Das Volumen der bewilligten Bauspardarlehen ging zurück auf 38,8 Mio. Euro (2013: 44,9 Mio. Euro). Der LBS-Chef zeigte sich dennoch zufrieden mit dem Gesamtbild: "Wir haben sowohl kollektiv wie außerkollektiv ein sehr gutes Neugeschäft erreicht. Konkret ist es sogar in beiden Bereichen das drittbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte."

Durchbruch bei Wohn-Riester

Im Zusammenhang mit dem Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz traten Anfang 2014 mehrere vorteilhafte Änderungen bei der staatlich geförderten Eigenheimrente in Kraft. Unter anderem können jetzt auch alle Wohneigentümer, die ihre Immobilie vor 2008 gebaut oder gekauft haben, ihren Riester-Kredit oder ihr Riester-gefördertes Bauspardarlehen für die Umschuldung nutzen. Das hat zu einem erheblichen Wachstum beim Riester-Bausparen geführt. Insgesamt schloss die LBS in Hessen und Thüringen 10.201 Wohn-Riester-Verträge ab - 48,6 Prozent mehr als im Vorjahr (2013: 6.865). Das Volumen der Riester-Neuverträge erreichte mit 414,8 Mio. Euro ebenfalls einen neuen Spitzenwert (2013: 283,9 Mio. Euro). "Das ist ein Beleg für die weiter steigende Bedeutung der Immobilie für die Altersvorsorge", erläuterte Stober. Als ein weiterer Wachstumstreiber neben Wohn-Riester erwies sich auch 2014 das Gemeinschaftsgeschäft mit den Sparkassen. Der Vorjahreswert konnte mit 630,0 Mio. Euro noch einmal um fast 20 Prozent gesteigert werden.

Schwierige Rahmenbedingungen

Die erheblichen Belastungen durch die Nullzins-Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) setzten sich auch im vergangenen Jahr fort und beeinflussten die gesamte Finanzbranche. Regulatorische Auflagen verschärften den Druck zusätzlich. Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen sei das abgelaufene Geschäftsjahr als "sehr solide" zu bewerten, sagte Stober. Das strikte Kostenmanagement, das sich die LBS schon vor Jahren auferlegt hatte, trug dazu bei, dass das Betriebsergebnis nach Bewertung mit 8,9 Mio. Euro aus Sicht des LBS-Chefs recht zufriedenstellend ausfiel (2013: 9,8 Mio. Euro). Der Verwaltungsaufwand sank gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent auf 39,5 Mio. Euro (2013: 40,9 Mio. Euro). Den Druck des billigen Geldes spüre aber auch die LBS Hessen-Thüringen. "Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase mussten wir zu Bestandsmaßnahmen im Bausparkollektiv greifen." Dies schloss unter anderem die Kündigung von Bausparverträgen ein, bei denen die Inanspruchnahme des Darlehens aufgrund der Übersparung des Vertrags nicht mehr möglich war oder bei denen der Zuteilungszeitpunkt länger als zehn Jahre zurücklag. In einem Finanzmarktumfeld, in dem zehnjährige Bundesanleihen gerade einmal 0,16 Prozent Zinsen einbrächten, sei eine auskömmliche Rendite bei der Anlage von Spargeldern, die nicht als Darlehen ausgereicht werden, nicht mehr möglich. "Dadurch belastet die Nullzins-Politik nicht nur die Bausparbranche, sondern letztlich auch unsere Kunden und jeden anderen Sparer in Deutschland. Die Auswirkungen auf die Altersversorgung schätzen wir vorsichtig formuliert als drastisch ein."

Ausblick 2015

Die LBS Hessen-Thüringen ist gut in das Jahr 2015 gestartet. Insbesondere im Finanzierungsgeschäft lief es im ersten Quartal "überaus vielversprechend" für das Institut, so Stober. Es bewilligte Vorfinanzierungskredite über 30,03 Mio. Euro und übertraf damit erneut den hohen Vorjahreswert (Q1/2014: 24,90 Mio. Euro). Bausparverträge wurden etwas weniger nachgefragt als 2014. Das Volumen des Bruttoneugeschäfts lag mit 717,42 Mio. Euro leicht unter dem des Vorjahres (Q1/2014: 735,00 Mio. Euro), jedoch höher als geplant. Für 2015 rechnet die LBS wegen der ausschließlichen Fokussierung auf Finanzierertarife mit einem Neugeschäft leicht unter dem von 2014.

Zudem sei jetzt schon klar, dass die Fortsetzung der Nullzins-Politik und die zusätzlichen Belastungen aus der Regulatorik zu weiter rückläufigen Betriebsergebnissen führen werden. "Den kommenden Herausforderungen begegnen wir mit einer konsequenten Ausschöpfung unserer Marktpotenziale im Bausparneugeschäft und außerkollektiven Darlehensgeschäft", kündigte Stober an. Gleichzeitig setzt das Institut auf eine Fortsetzung des strikten Managements der Verwaltungskosten. Darüber hinaus werde die Investition in ein gruppenweites IT-Projekt zur langfristigen Hebung wesentlicher Synergien führen. Ziel ist es, sich noch besser in die EDV-Systeme und den Vertrieb der Sparkassen zu integrieren.

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