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Vorratsdatenspeicherung bringt weniger Effizienz statt mehr Sicherheit eco Verband der deutschen Internetwirtschaft zur Telekommunikationsüberwachung

Köln (ots)

Berlin, 5. Juli 2007 - Der Deutsche Bundestag
beschäftigt sich an diesem Freitag in erster Lesung mit der 
Einführung der Vorratsdatenspeicherung . Der Verband der deutschen 
Internetwirtschaft eco e.V. kritisiert die Eile des Gesetzgebers und 
die unrealistische Umsetzungsfrist für die Speicherung von 
Internetdaten, die schon ab dem 1. Januar 2008 erfolgen soll. "Die 
Pflicht zur verdachtsunabhängigen und flächendeckenden Speicherung 
der Verkehrsdaten von Internet- und E-Mail-Kommunikation ist eine 
enorme technische und personelle Herausforderung für die Unternehmen 
der Internetwirtschaft. Auch die noch nicht geklärten technischen 
Standards und Prozesse machen eine so kurzfristige Umsetzung 
unmöglich", so Oliver Süme, Vorstand Recht und Regulierung von eco. 
"Erst recht kann es nicht angehen, dass das Gesetz im Eiltempo 
durchgepeitscht wird, während die Unternehmen in der Frage der 
Entschädigung wieder einmal vertröstet werden."
Der Internetwirtschaft entstehen für die Anschaffung und den Betrieb 
der Speichertechnik gewaltige neue Kosten, die sie zusätzlich zu den 
seit Jahren steigenden Kosten für die Bearbeitung von 
Auskunftsersuchen tragen muss. Oliver Süme: "Die Grenze, bis zu der 
der Staat die Wirtschaft für originär staatliche Aufgaben in Anspruch
nehmen darf, ist längst erreicht. Die immer wieder in Aussicht 
gestellte Entschädigungsregelung für die Wirtschaft muss jetzt 
zeitgleich mit der Pflicht zur Vorratsdatenspeicherung kommen."
eco fordert weiterhin, nicht über das Mindestmaß dessen 
hinauszugehen, was die Umsetzung der Richtlinie verlangt. Auch weil 
die Vorratsdatenspeicherung ein verfassungsrechtlich bedenklicher 
Eingriff in das Fernmeldegeheimnis und das Recht auf informationelle 
Selbstbestimmung ist, ist eine Beschränkung der Nutzung der Daten auf
die Verfolgung schwerer Straftaten notwendig.
"Wir beobachten einen Trend zu immer stärkerer Überwachung", so 
Oliver Süme, "wobei die Kosten systematisch auf die Provider 
abgewälzt werden. Die Folge ist zwangsläufig ein geringes 
Kostenbewusstsein und niedrige Effizienz bei den 
Strafverfolgungsbehörden. Letztlich wird dadurch die Wirtschaft - und
damit auch die Verbraucher - vor allem unnötig belastet."
eco (www.eco.de) ist seit über zehn Jahren der Verband der 
Internetwirtschaft in Deutschland. Die etwa 330 Mitgliedsunternehmen 
beschäftigen über 200.000 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Umsatz
von ca. 45 Mrd. Euro jährlich. Im eco-Verband sind die rund 190 
Backbones des deutschen Internet vertreten. Verbandsziel ist es, die 
kommerzielle Nutzung des Internet voranzutreiben, um die Position 
Deutschlands in der Internet-Ökonomie und damit den 
Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken. Der eco-Verband versteht 
sich als Interessenvertretung der deutschen Internetwirtschaft 
gegenüber der Politik, in Gesetzgebungsverfahren und in 
internationalen Gremien.
Gesetz zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung und zur
Umsetzung der Richtlinie 2006/24/EG

Pressekontakt:

Weitere Informationen: eco Verband der deutschen Internetwirtschaft
e.V., Verbindungsbüro Berlin, Marienstr 12, 10117 Berlin,
Tel.: 030/24 08 36-96, E-Mail: berlin@eco.de, Web: www.eco.de

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