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Enormes Interesse am gestrigen Fernsehevent "Terror - Ihr Urteil" gemeinsam mit "hart aber fair"

München (ots) - Die Verfilmung von Ferdinand von Schirachs Erfolgstheaterstück und die anschließende Diskussionsrunde bei Frank Plasberg waren meistgesehene Sendungen am gestrigen Montag.

6,88 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, das entspricht einem Marktanteil von 20,2 Prozent, verfolgten gestern Abend das spannende Gerichtsdrama "Terror - Ihr Urteil" im Ersten. Verhandelt wurde ein fiktiver Fall, bei dem die Zuschauer am Ende selbst aufgerufen waren, ein Urteil zu fällen: 86,9 Prozent entschieden sich dabei für Freispruch; 13,1 Prozent hielten den Angeklagten im Film für schuldig.

Trotz des eindeutigen Votings war der Klärungs- und Gesprächsbedarf im Anschluss an den Film groß, denn viele wollten wissen, wie ihr Urteil denn nun von den Fachleuten eingestuft und beurteilt werden würde. 6,31 Millionen, das entspricht einem Marktanteil von 22,5 Prozent, sahen eine kontroverse Diskussion bei "hart aber fair".

Auch die jüngeren Zuschauer verfolgten den Fernsehabend in großer Zahl: 2,47 Millionen der 14- bis 49-Jährigen (MA 20,2 %) waren beim Film dabei, 1,82 Millionen (MA 17,9 %) sahen anschließend "hart aber fair". Und auch in den sozialen Netzwerken wurde heftig mitdiskutiert: Die Social-Media-Redaktion erreichten Tausende von Kommentaren und Nachrichten zum Film. Bei Twitter stand #TerrorIhrUrteil den gesamten Abend ganz oben in den Twitter-Trends.

Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen: "Der gestrige Abend war ein echtes Experiment mit völlig ungewissem Ausgang: Dass die Zuschauerinnen und Zuschauer derart intensiv und in so großer Zahl in die im Film verhandelte Schuld-Frage eingestiegen sind und sich auch so zahlreich an der Abstimmung und Diskussion beteiligt haben, ist deshalb ein sehr beachtlicher Erfolg. Die ARD hat es geschafft, in einer konzertierten Aktion von Fernsehen, Hörfunk und Internet ein Millionenpublikum für einen solch anspruchsvollen Stoff zu gewinnen und damit bei Alt und Jung gleichermaßen eine Debatte über ethische Grundfragen unseres Menschseins im Land auszulösen. Das Wagnis hat sich gelohnt! Ich danke allen, die vor und hinter der Kamera dazu beigetragen haben."

Christine Strobl, Geschäftsführerin ARD Degeto und Koproduzentin des Films: "Das Interesse der Zuschauerinnen und Zuschauer an 'Terror - Ihr Urteil' war riesig. Ein großer Erfolg ist auch die Abstimmung: Über 600.000 Zuschauer haben per Telefon und online ihre Stimme abgegeben. Wir haben mit externen Dienstleistern, die die modernste Infrastruktur zur Verfügung gestellt haben, zusammen gearbeitet. Offenbar stößt aber selbst modernste Technik bei einer so großen Beteiligung an ihre Grenzen. Natürlich hätten wir uns gewünscht, dass jeder Zuschauer an diesem Abend per Telefon oder online durchgekommen wäre. Das ändert aber nichts an der Validität des Ergebnisses. Wir wollten mit dem innovativen Ansatz des Fernsehereignisses zeigen, wozu lineares Fernsehen im Stande ist. Die Einschaltquoten und das Abstimmungsinteresse gerade auch bei den Jüngeren belegen, dass die Menschen Lust auf kreatives und qualitativ hochwertiges Fernsehen haben."

"Terror - Ihr Urteil" ist eine Produktion der MOOVIE in Koproduktion mit ARD Degeto und rbb - in Zusammenarbeit mit Beta Film - gefördert von dem Medienboard Berlin Brandenburg und FFF Bayern. Produzent ist Oliver Berben. In den Hauptrollen spielten Florian David Fitz als Angeklagter Lars Koch, Martina Gedeck als Staatsanwältin Nelson, Burghart Klaußner als Vorsitzender Richter und Lars Eidinger als Verteidiger Biegler. Regie führte Lars Kraume. Das Drehbuch entstand in Zusammenarbeit von Ferdinand von Schirach, Lars Kraume und Oliver Berben. Die Redaktion bei der ARD Degeto hat Sascha Schwingel, für den rbb zeichnet Cooky Ziesche verantwortlich.

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