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Menschen bei Maischberger am Dienstag, 2. Oktober 2012, um 22.45 Uhr

München (ots)

"Euroland ist abgebrannt: Comeback der Nationen?"

Gäste:

Frank Stronach (Unternehmer, Milliardär und Parteigründer) Oskar Lafontaine, Die Linke (Ehem. Parteichef) Thilo Sarrazin (Ex-Bundesbanker) Jorgo Chatzimarkakis, FDP (Europaabgeordneter) Franziska Brantner, B´90/Grüne (Europaabgeordnete)

Frank Stronach

Der österreichische Industrie-Tycoon, der den Automobilzulieferer Magna gründete und zu einem Konzern mit über 100.000 Mitarbeitern in 24 Länden aufbaute, ist ein erbitterter Euro-Kritiker. Die Gemeinschaftswährung sei "keine Erfolgsstory", sondern eine "Missgeburt". Die südeuropäischen Länder "ziehen alle mit in den Abgrund". Die EU-Länder "sind Schuldenmacher". Der 80-jährige Milliardär stellte gerade in Wien seine Partei "Team Stronach" vor, mit der er 2013 in das österreichische Parlament einziehen möchte.

Oskar Lafontaine

"Der Euro ist nicht zu retten, wenn die Banken nicht endlich reguliert und die Verluste weiter den Steuerzahlern aufgehalst werden", warnt der Ex-Parteichef der "Linken". Nach jedem EU-Gipfel würden die Banker "wieder Champagner trinken", so Oskar Lafontaine, der 1998 als Finanzminister unter Bundeskanzler Gerhard Schröder von der britischen Presse als "der gefährlichste Mann Europas" beschimpft wurde, weil er strenge Regeln für die Finanzbranche gefordert hatte. "So hätte man immense Schäden verhindern könne - leider waren die europäischen Regierungen dazu nicht bereit", bedauert Lafontaine noch heute.

Thilo Sarrazin

Mit der Aussage seines gleichnamigen Bestsellers "Europa braucht den Euro nicht" befeuerte der frühere Berliner Finanzsenator im Frühjahr die Debatte um die gemeinsame Währung. Das Credo der Bundeskanzlerin "Scheitert der Euro, dann scheitert Europa" sei unscharf und schief, kritisiert der frühere Bundesbank-Vorstand. Der "gewaltigste Wohlstandszuwachs der Menschheitsgeschichte", den Europa erlebt habe, hänge nicht vom Euro ab, glaubt Thilo Sarrazin, der trotz scharfer parteiinterner Kritik noch SPD-Mitglied ist.

Jorgo Chatzimarkakis

"Ich will als Eurofighter den Euro retten", sagt der Europaabgeordnete, denn "es gibt keine Alternative zu unserer Währung". Dass sein Parteivorsitzender, Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler, Griechenland den Euro-Austritt nahelegte, sei "grob fahrlässig und unprofessionell", schimpft Jorgo Chatzimarkakis: "Wir sind in Deutschland am stärksten abhängig von der Entwicklung des Euro, weil wir den Euro als Währung, als stabilen Anker brauchen."

Franziska Brantner

"Die Griechen haben nicht mehr viel zu verlieren, wir aber schon." Die Europa-Abgeordnete der Grünen warnt vor einem Auseinanderbrechen des Euro. Deutschland solle in der Krise seine Verantwortung wahrnehmen - dazu gehöre auch, in einer Haftungsgemeinschaft für die Schulden anderer Euroländer einzustehen, meint Franziska Brantner, die eine gemeinsame Steuerpolitik wie eine Steuerharmonisierung zwischen den Ländern fordert und das Schließen von Steueroasen in Europa verlangt.

"Menschen bei Maischberger" ist eine Gemeinschaftsproduktion der ARD, hergestellt vom WDR in Zusammenarbeit mit der Vincent TV GmbH.

Pressekontakt:

Redaktion: Klaus Michael Heinz

Pressekontakt:
Agnes Toellner, Presse und Information Das Erste,
Tel: 089/5900 3876,
E-Mail: agnes.toellner@DasErste.de

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