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ARD-DeutschlandTrend (I): Union und SPD in Sonntagsfrage gleichauf - erstmals seit 2002 wieder Mehrheit für Rot-Grün
Guttenberg beliebtester Minister, Rösler Schlusslicht

Köln (ots) - Sperrfrist für alle Ergebnisse:

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In der Sonntagsfrage des aktuellen ARD-DeutschlandTrends verliert die Union gegenüber dem Vormonat zwei Punkte und kommt auf 31 Prozent. Die SPD kann einen Punkt hinzugewinnen und erreicht ebenfalls 31 Prozent. Dies ist der beste Wert für die SPD seit Juni 2007. Zuletzt lagen die beiden großen Parteien im November 2006 gleichauf. Die FDP kommt in der Sonntagsfrage unverändert auf fünf Prozent. Die Grünen liegen unverändert bei 17 Prozent. Die Linke erreicht unverändert zehn Prozent. SPD und Grüne erreichen zusammen 48 Prozent und damit erstmals seit Oktober 2002 mehr als die anderen im Bundestag vertretenden Parteien. Union und FDP sind mit zusammen 36 Prozent so schwach wie nie zuvor im ARD-DeutschlandTrend. Für die Sonntagsfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1.500 Wahlberechtigte bundesweit telefonisch befragt.

Vor die Frage gestellt, ob Deutschland in der gegenwärtigen Situation weiter von einer CDU/CSU-geführten Bundesregierung regiert werden sollte oder ob das Land von einer SPD-geführten Bundesregierung regiert werden sollte, sprechen sich nur 32 Prozent für eine von der Union geführte Bundesregierung aus. 42 Prozent sind hingegen dafür, dass Deutschland von einer SPD-geführten Bundesregierung regiert werden sollte.

Die Zufriedenheit mit der schwarz-gelben Bundesregierung ist im Vergleich zum Vormonat gesunken. Nur 16 Prozent der Deutschen sind mit der Arbeit der schwarz-gelben Koalition zufrieden (-3). 83 Prozent der Deutschen sind unzufrieden mit der Arbeit von Schwarz-Gelb (+4).

Im aktuellen ARD-DeutschlandTrend wurde auch nach der Zufriedenheit mit der Arbeit der einzelnen Regierungsmitglieder gefragt. Bundeskanzlerin Angela Merkel liegt im Vergleich mit ihren Kabinettskollegen im Mittelfeld der Liste. 41 Prozent sind mit ihrer Arbeit zufrieden. Die größte Zustimmung bekommt Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Mit seiner Arbeit sind 71 Prozent der Deutschen zufrieden. Dies ist der beste Wert, der je im ARD-DeutschlandTrend für ihn gemessen wurde. Im oberen Drittel liegen neben zu Guttenberg Familienministerin Ursula von der Leyen (56 Prozent Zustimmung), Finanzminister Wolfgang Schäuble (53 Prozent) und Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (49 Prozent). Im Mittelfeld der Kabinettsliste liegen Innenminister Thomas de Maizière (44 Prozent), Umweltminister Norbert Röttgen (42 Prozent), Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (39 Prozent), Verkehrsminister Peter Raumsauer (39 Prozent), Familienministerin Kristina Schröder (38 Prozent) und Forschungsministerin Annette Schavan (36 Prozent). Unter den letzten fünf Ministern in der Liste befinden sich die vier FDP-Minister. Mit der Arbeit von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle sind 23 Prozent der Deutschen zufrieden. Es folgen Kanzleramtschef Ronald Pofalla (CDU) mit einer Zustimmung von 22 Prozent, Außenminister Guido Westerwelle (22 Prozent) und Entwicklungsminister Dirk Niebel (21 Prozent). Schlusslicht bei den Kabinettsmitgliedern ist Gesundheitsminister Philipp Rösler. Mit seiner Arbeit sind nur 18 Prozent der Deutschen zufrieden.

Die Arbeit von Bundespräsident Christian Wulff wird von einer knappen Mehrheit der Deutschen positiv beurteilt. 51 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden. 17 Prozent sind nicht zufrieden. 29 Prozent geben an, Christian Wulff nicht zu kennen oder trauen sich noch kein Urteil darüber zu, wie er seine neue politische Rolle ausfüllt.

Befragungsdaten

   -       Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in 
           Deutschland ab 18 Jahren
   -       Fallzahl: 1.000 Befragte, Sonntagsfrage: 1.500 Befragte
   -       Erhebungszeitraum: 02. bis 03. August 2010; Sonntagsfrage:
           02. bis 04. August 2010
   -       Erhebungsverfahren: Computergestützte Telefoninterviews 
           (CATI)
   -       Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe
   -       Fehlertoleranz:       1,4* bis 3,1** Prozentpunkte 

* bei einem Anteilswert von 5%; ** bei einem Anteilswert von 50%

Pressekontakt:

WDR-Pressestelle, Stefanie Schneck, stefanie.schneck@wdr.de, Telefon 
0221 220 2075
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220 1800
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