ARD Das Erste

"Beckmann" am Montag, 26. April 2010, um 22.45 Uhr

München (ots) - Tabuthema Missbrauch: Die Mauer des Schweigens bricht

Bischof Walter Mixa bietet nach der Prügelaffäre seinen Rücktritt an, die Bundesregierung lädt zum Runden Tisch gegen Kindesmissbrauch, fast jeden Tag werden neue Skandale an Schulen und kirchlichen Einrichtungen bekannt. Geschlagen, gequält und sexuell missbraucht: Immer mehr Opfer klagen ihre früheren Lehrer und Priester an. Warum haben so viele jahrelang weggeschaut und geschwiegen? Kann man der katholischen Kirche heute noch Glauben schenken? Wie können Kinder besser vor Übergriffen geschützt werden? Über diese Fragen diskutieren bei "Beckmann" Betroffene, Politiker und Geistliche.

Die Gäste:

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger Die Bundesjustizministerin (FDP) kritisierte öffentlich den mangelnden Aufklärungswillen des Vatikans - und will künftig bei Missbrauchsfällen mit der katholischen Kirche enger zusammenarbeiten.

Bischof Stephan Ackermann

Am 25. Februar wurde der Trierer Bischof von der Deutschen Bischofskonferenz zum bundesweit zuständigen Missbrauchsbeauftragten ernannt. Bei der neu eingerichteten Beratungshotline sind bereits Tausende Anrufe eingegangen.

Margarita Kaufmann

40 Schüler sollen an der Odenwaldschule zwischen 1966 und 1991 sexuell missbraucht worden sein; die Staatsanwaltschaft Darmstadt ermittelt gegen 12 frühere Lehrer des Eliteinternats. Die heutige Direktorin Margarita Kaufmann fordert eine schonungslose Aufklärung der Vorfälle - und macht sich damit nicht nur Freunde unter Ehemaligen und Lehrern der traditionsreichen reformpädagogischen Schule.

Notker Wolf

Im Internat der Benediktinerabtei Ettal wurden offenbar über Jahre hinweg Schüler missbraucht und misshandelt. Notker Wolf, Abtprimas der Benediktiner, nimmt Stellung zu den Geschehnissen.

Bodo Kirchhoff

Als 12-jähriger Schüler des evangelischen Internats Gaienhofen am Bodensee wurde der Schriftsteller wiederholt von seinem Religionslehrer missbraucht. Erst heute, mit 61 Jahren, kann er darüber sprechen.

Johannes Heibel

Der Sprecher der "Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen e.V." berichtet über seine Arbeit mit Opfern und sagt, welche Gesetzesdefizite bestehen und wie den Betroffenen Perspektiven aufgezeigt werden können.

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