Diakonie Katastrophenhilfe

Kaukasus: Zu schneller Hilfe für Flüchtlinge aufgerufen
Diakonie Katastrophenhilfe stellt 100.000 Euro für Kriegsopfer bereit

Stuttgart (ots) - Die Diakonie Katastrophenhilfe stellt 100.000 Euro für die Nothilfe im Kaukasus bereit. Die Direktorin des evangelischen Hilfswerks, Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, rief angesichts des Flüchtlingsdramas zu schneller Hilfe für die Opfer des Krieges zwischen Russland und Georgien auf. "Nach den um die von Georgien abtrünnigen Provinzen Südossetien und Abchasien ausgebrochenen Kämpfen sind Zehntausende auf der Flucht, die zum Teil alles zurücklassen mussten und deshalb Nothilfe brauchen", so die Theologin.

Sie stellte sich hinter den Friedensappell der orthodoxen Kirchen Russlands und Georgiens sowie weiterer religiöser Repräsentanten. Füllkrug-Weitzel befürchtet, dass der Konflikt ethnische Spannungen verstärkt, die sich in weiterer Gewalt entladen könnten. Partner der Diakonie Katastrophenhilfe versorgen Flüchtlinge in Georgiens Hauptstadt Tiflis mit Nahrungsmitteln, Haushaltsgegenständen und Decken. "Unter den Einwohnern herrschte große Angst, dass die Kämpfe auch Tiflis erreichen könnten", erläuterte der Vertreter des evangelischen Hilfswerks in Tiflis, Levan Abashidze, heute am Telefon. Nach seiner Beobachtung strömen immer mehr Flüchtlinge aus der weiterhin umkämpften Provinz Abchasien nach Tiflis.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bemüht sich auch um gezielte Hilfe für Menschen aus der schwer zerstörten Stadt Gori an der Grenze zu Südossetien. Die Bewohner hätten die Stadt verlassen, berichtete die Vertreterin eines Partners der Diakonie Katastrophenhilfe in Gori, Julia Kharashvili, die momentan in Tiflis ist. Bei der Rückkehr benötigen sie Wiederaufbauhilfe.

Auch im benachbarten Russland reißt laut der russisch-orthodoxen Kirche (ROC) der Flüchtlingsstrom nicht ab. Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt die ROC-Nothilfe im Rahmen des globalen kirchlichen Hilfsnetzwerks ACT (Kirchen helfen gemeinsam). In Nordossetien sollen über 35.000 Flüchtlinge sein.

   Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden,
   Kennwort: "Nothilfe Kaukasus" : 
   Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart,
   BLZ 600 100 70 oder www.diakonie-katastrophenhilfe.de 
   Caritas international: Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft
   Karlsruhe, BLZ 660 205 00 

Pressekontakt:

Rainer Lang: 0711-2159-147

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