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Neue Presse Hannover: Kommentar FDP/Nordrhein-Westfalen/Koalition

Hannover (ots) - Hochmut kommt ja bekanntlich vor dem Fall, aber dass die FDP in der gefühlten Stimmung jetzt bei drei Prozent liegt, hat sie wirklich nicht verdient. Eine knappe Fünf dürfte auch reichen, um die Liberalen zur Demut vor den Realitäten des Lebens zu animieren. Zumal eine Partei schließlich über die Fünfprozenthürde springen muss, um koalitionsfähig zu sein. Immerhin liegt sie im tatsächlichen Wählerverhalten noch bei sechs Prozent. In Zeiten, in denen wir uns gerade an ein Fünf-Parteien-System gewöhnen, würde die FDP fehlen, wenn auch nicht unbedingt die Guido-Westerwelle-Partei. Das unterscheiden offensichtlich ebenfalls die Wähler. Bei denen verschlechterte sich der - sonst hyperaktive, zurzeit denkwürdig stille - Parteichef nochmal von minus 1,1 auf minus 1,3 im ZDF-Politbarometer. Eine historisch einmalige Negativbewertung für einen Bundesaußenminister. Wenn nicht er handelt, wird es seine Partei tun müssen, um politisch zu überleben. Das wird sie womöglich in Nordrhein-Westfalen tun und sich doch noch auf eine Ampel einlassen. Der Koalitionspoker ist in vollem Gange, und gerüchteweise ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Das bedeutet aber auch Bewegung und Flexibilität - und vielleicht eben auch etwas Demut vor den Realitäten. In Nordrhein-Westfalen und anderswo.

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