Ärzte ohne Grenzen

Demokratische Republik Kongo
Vulkanausbruch nahe Goma treibt Tausende in die Flucht
Mitarbeiter von ÄRZTE OHNE GRENZEN erkunden Situation vor Ort

    Berlin (ots) - Zehntausende Menschen sind seit gestern infolge des
Vulkanausbruchs aus der ostkongolesischen Stadt Goma in Richtung
Ruanda geflohen. Der Lava-Strom passierte den Flughafen, rollte in
das Zentrum der Stadt und ergoss sich schließlich in den See Kivu, an
dessen Ufer die Stadt Goma liegt. Die Mitarbeiter von ÄRZTE OHNE
GRENZEN konnten die Stadt rechtzeitig verlassen und haben in der
Grenzstadt Gisenyi Zuflucht gesucht.
    
    Es ist noch völlig unklar, wie hoch die Zahl der Opfer ist.
Zehntausende Bewohner der Stadt Goma sind über die östlich gelegene
Grenze in die ruandische Stadt Gisenyi geflohen, einige Tausend auch
in westliche Richtung, in die Stadt Sake. Das Wohnhaus von ÄRZTE OHNE
GRENZEN und sämtliche  Lagervorräte in Goma wurden durch die
glühenden Lavamassen zerstört, das Büro der Organisation blieb
unversehrt. Aus der Stadt werden erste Plünderungen berichtet.
    
    ÄRZTE OHNE GRENZEN hat Personal, medizinisches und sanitäres
Material von der Hauptstadt Ruandas, Kigali, in die Grenzstadt
Gisenyi geschickt, um das Team dort zu unterstützen. Ein weiteres
Team wurde entsandt, um die Bedürfnisse der Vertriebenen in Sake
festzustellen. Die Teams erkunden die Situation vor Ort und werden je
nach Bedarf medizinische Nothilfe leisten.
    
    Die jüngste Katastrophe verschlimmert die ohnehin großen
humanitären Probleme der Bevölkerung im Osten der Republik Kongo.
Hunger, Vertreibung, Epidemien und mangelnder Zugang zu
Gesundheitsversorgung gehören seit Jahren zum Alltag der Menschen in
dieser Region. Sicherheitsprobleme verhindern dabei immer wieder,
dass humanitäre Organisationen den bedürftigen Menschen beistehen
können.
    
    ÄRZTE OHNE GRENZEN betreut seit Jahren verschiedene Programme im
Osten der Demokratischen Republik Kongo, u.a.
Basisgesundheitsprojekte, Ernährungszentren, Bekämpfung von Epidemien
sowie Aids-Projekte. Auch in Ruanda ist die Organisation aktiv.
    
    Spenden werden erbeten auf das Konto der Landesbank Berlin,
    BLZ 100 500 00, Konto 97 0 97, Stichwort: D.R. Kongo
    
    
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Tel: 0160-8808404

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