Ärzte ohne Grenzen

30 Jahre ÄRZTE OHNE GRENZEN
Spendenaufruf für die Opfer von vergessenen Konflikten

Berlin (ots) - Seit ihrer Gründung am 20. Dezember 1971 leistet die internationale Organisation ÄRZTE OHNE GRENZEN medizinische Nothilfe in Krisen-gebieten. In vielen der über 80 Länder, in denen die Mitarbeiter tätig sind, spielen sich so genannte vergessene Konflikte im Schatten der Medienaufmerksamkeit ab. ÄRZTE OHNE GRENZEN weist darauf hin, dass trotz der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 heute viele Flüchtlinge weltweit im Stich gelassen werden. Für die betroffenen Menschen ruft die Organisation anlässlich des 30-jährigen Bestehens zu großzügigen Spenden auf. "Gerade Afghanistan ist ein gutes Beispiel dafür, wie lang anhaltende Konflikte in Vergessenheit geraten und die internationale Gemeinschaft die Augen vor der Not der Menschen verschließt", sagte die Geschäftsführerin der deutschen Sektion, Ulrike von Pilar. "ÄRZTE OHNE GRENZEN arbeitet bereits seit mehr als 20 Jahren in Afghanistan, doch erst seit dem Beginn der Bombardierungen durch die USA ist die humanitäre Situation der afghanischen Bevölkerung wieder in den Mittelpunkt der internationalen Aufmerksamkeit gerückt - zum ersten Mal seit dem Abzug der sowjetischen Truppen", so von Pilar. Für ÄRZTE OHNE GRENZEN spielt die Berichterstattung in den Medien eine wesentliche Rolle, da die Hilfsorganisation auf private Spenden angewiesen ist. "Für vergessene Konflikte, wie in Angola, Burma oder Kolumbien, wird nur wenig Geld gespendet, denn es gibt keine Bilder von der Not der Menschen", erklärte die Geschäftsführerin. Aus diesem Grund ruft ÄRZTE OHNE GRENZEN anlässlich des 30-jährigen Bestehens zu Spenden für Menschen in diesen Konflikten auf. ÄRZTE OHNE GRENZEN erinnert gleichzeitig daran, dass Menschen, die vor der Gewalt in ihrer Heimat fliehen wollen, oftmals am Überqueren der Grenze gehindert werden. Im jüngsten Konflikt in Afghanistan haben die Nachbarländer Pakistan und Iran ihre Grenzen geschlossen und der vor Gewalt und Unterdrückung fliehenden Bevölkerung keine Zuflucht gewährt. Dieses Problem zeigt sich auch in Angola, im Sudan oder in D.R.Kongo. Die Anzahl der Menschen, die innerhalb ihres eigenen Landes als Vertriebene leben, ist deshalb nach Schätzungen des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) in den vergangenen Jahren auf 20 bis 25 Millionen weltweit gestiegen. Die Organisation fordert die internationale Gemeinschaft daher auf, das Grundrecht von Völkern auf Flucht zu respektieren, wenn das Leben oder die Sicherheit der Menschen in Gefahr ist. Ebenso muss die Staatengemeinschaft diejenigen Länder dauerhaft unterstützen, die die Last der Flüchtlingsversorgung tragen. Eine wichtige Rolle bei der Umsetzung bereits existierender gesetzlicher Möglichkeiten kommt in diesem Kontext dem UNHCR zu, das politisch und finanziell unterstützt werden muss. Landesbank Berlin, BLZ: 100 500 00, Kto: 97 0 97, Stichwort: Vergessene Konflikte Online Spenden unter: www.aerzte-ohne-grenzen.de ots Originaltext: Aerzte ohne Grenzen Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Weitere Informationen: Pressestelle: Petra Meyer, Beate Wagner, Tel: 030-22 33 77 00 Original-Content von: Ärzte ohne Grenzen, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Weitere Meldungen: Ärzte ohne Grenzen

Das könnte Sie auch interessieren: