Ärzte ohne Grenzen

ÄRZTE OHNE GRENZEN sendet Hilfsgüter nach Afghanistan und in die Nachbarländer

    Berlin/Brüssel (ots) - In dieser Woche schickt die internationale Organisation ÄRZTE OHNE GRENZEN 115 Tonnen Hilfsgüter nach Afghanistan und in die angrenzenden Länder. Mit dem Material versorgt die Organisation die laufenden Projekte in der Region und bereitet sich gleichzeitig auf neue Fluchtbewegungen vor.

    Am Dienstag wird ein Flugzeug mit 37,5 Tonnen Hilfsgütern in der kirgisischen Stadt Osh ankommen. Sie sind für die laufenden Projekte in Faizabad und Ishkashim in der von der Nordallianz kontrollierten Region bestimmt. Es handelt sich hierbei um proteinreiche Nahrung, medizinisches Material sowie Ausrüstung zur Wasserversorgung und fünf Zelte für mobile Kliniken.

    Ein zweites Flugzeug landet ebenfalls am Dienstag in Ashgabat in Turkmenistan. An Bord befinden sich 40 Tonnen Medikamente und medizinisches Material, Wasser- und Sanitär-Ausrüstung sowie Zelte und Fahrzeuge. Ende der Woche werden zusätzliche 38 Tonnen Hilfsgüter dort ankommen.

    Diese Hilfsgüter unterstützen die Projekte im Gebiet der Nordallianz und können auch für Projekte in den von den Taliban kontrollierten Regionen eingesetzt werden, sobald der Zugang möglich ist. Die internationalen Mitarbeiter von ÄRZTE OHNE GRENZEN waren von dort nach den Anschlägen in den USA evakuiert worden. Im Gebiet der Nordallianz sind jedoch weiterhin internationale Mitarbeiter tätig. Sollte es zu Flüchtlingsströmen in die Nachbarländer kommen, kann das Material auch hierfür verwendet werden.

    ÄRZTE OHNE GRENZEN hat Teams im Iran, in Pakistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan. In den von den Taliban kontrollierten Gebieten wurden vor der Evakuierung der internationalen Mitarbeiter Hilfsgüter zurückgelassen, damit die Projekte weiterlaufen können. In die Region von Mazar-e-Sharif, im Norden Afghanistans, konnte ÄRZTE OHNE GRENZEN in den vergangenen zwei Wochen sogar zusätzliches Material bringen. Außerdem leistet die Organisation Unterstützung für die Flüchtlinge in den seit Jahren bestehenden Camps bei Peshawar in Pakistan und Mashad im Iran.

    ÄRZTE OHNE GRENZEN befürchtet, dass es mit dem bevorstehenden Winter zunehmend schwierig wird, Hilfe für die afghanische Bevölkerung zu leisten. Schon vor den jüngsten politischen Ereignissen war die Situation besorgniserregend. Krieg, Dürre sowie eine schlechte Gesundheitsversorgung forderten täglich Menschenleben.

    ÄRZTE OHNE GRENZEN bittet um Spenden zur Unterstützung der afghanischen Bevölkerung in Afghanistan und den Nachbarländern.

    Sparkasse Berlin, BLZ 100 500 00, Kto: 97 0 97, Stichwort: Afghanistan

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