Ärzte ohne Grenzen

Prozess in Südafrika: ÄRZTE OHNE GRENZEN startet weltweite Unterschriftenaktion

Berlin (ots) - Die Organisation ÄRZTE OHNE GRENZEN hat auf ihrer Homepage eine internationale Unterschriftenkampagne gestartet. Ziel der Aktion ist es, 39 Pharma-Unternehmen dazu zu bewegen, ihre Klage gegen die südafrikanische Regierung zurückzunehmen, um die Zulassung preiswerter Medikamente zu ermöglichen. Südafrika hat die höchste HIV/Aids-Rate weltweit, doch die meisten Patienten können sich die teuren Medikamente nicht leisten. Die Unterschriftenaktion ist abrufbar unter: www.aerzte-ohne-grenzen.de (Rubrik: Aktuell/news). Nelson Mandela unterzeichnete 1998 ein Gesetz, um den Zugang zu Medikamenten zu verbessern. Unmittelbar darauf leitete die pharmazeutische Industrie rechtliche Schritte ein, um dieses Gesetz zu blockieren. In den drei Jahren, in denen das Gesetz bei Gericht anhängig ist, sind schätzungsweise mehr als 400.000 Menschen in Südafrika an der Immunschwäche HIV/Aids gestorben. Die meisten konnten sich eine angemessene medizinische Behandlung nicht leisten. "Was in Südafrika passiert, erschüttert Menschen in der ganzen Welt. Denn es verdeutlicht, wie weit die Industrie geht, um ihre Profite und Patente zu schützen - ohne Rücksicht auf Menschenleben. Von Pretoria bis New York, von Kopenhagen bis Manila haben Demonstrationen stattgefunden, die Südafrika in seiner Forderung nach lebensrettenden Medikamenten unterstützen. Nun können sich ihnen Menschen in aller Welt anschließen, indem sie diese Petition bis zum 15. April unterzeichnen", erklärt Ellen t'Hoen, Koordinatorin der Kampagne "Besserer Zugang zu unentbehrlichen Medikamenten" von ÄRZTE OHNE GRENZEN. Der internationale Druck auf die 39 Firmen, das Gerichtsverfahren beizulegen, wächst beständig. Dazu tragen auch Stellungnahmen hochrangiger Politiker bei, die Südafrika ihre Unterstützung zusagen. Die Petition von ÄRZTE OHNE GRENZEN ruft die 39 Firmen dazu auf, ihre Klage fallen zu lassen. Darüber hinaus werden die Regierungen der Industrienationen aufgefordert, Südafrika in seinem Vorhaben zu unterstützen, den Zugang zu Medikamenten zu verbessern. Die Petition ist ab Montag, den 12. März 2001, unter der Adresse www.aerzte-ohne-grenzen.de / Rubrik Aktuell/news im Internet zugänglich. ots Originaltext: ÄRZTE OHNE GRENZEN Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Informationen: Pressestelle, Petra Meyer, Tel: 030-22 33 77 00 Original-Content von: Ärzte ohne Grenzen, übermittelt durch news aktuell

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