Ärzte ohne Grenzen

Kolumbien: Mitarbeiter von ÄRZTE OHNE GRENZEN frei

Bogota/Berlin (ots) - Ignacio de Torquemada, ein Mitarbeiter der internationalen Hilfsorganisation ÄRZTE OHNE GRENZEN, wurde am 28. Januar nach sechsmonatiger Entführung in guter gesundheitlicher Verfassung freigelassen. Er war am 25. Juli 2000 von Anhängern der Guerilla-Bewegung Ejercito Revolucionario Guevarista (ERG) entführt worden. Für seine Freilassung wurde kein Lösegeld bezahlt. Ignacio de Torquemada wurde von der ERG in der Region Santa Cecilia freigelassen, ganz in der Nähe des Ortes, an dem er entführt worden war. Von dort erreichte er den Ort Pueblo Rico und konnte telefonischen Kontakt mit dem Team von ÄRZTE OHNE GRENZEN in der Hauptstadt Bogota aufnehmen. Ignacio de Torquemada, ein Labortechniker, hatte in einem medizinischen Projekt im Krankenhaus von Tado in der Region Choco gearbeitet. Als er entführt wurde, befand er sich auf dem Weg von Tado nach Bogota. Dabei war er in einem Fahrzeug unterwegs, das deutlich als Auto von ÄRZTE OHNE GRENZEN gekennzeichnet war. Die ERG hatte sich sofort zu der Entführung bekannt. Bei allen Gesprächen mit der ERG hat ÄRZTE OHNE GRENZEN wiederholt darauf hingewiesen, dass sich der Ausgang der Entführung auf zukünftige Projekte auswirken werde. Die Organisation erklärte zudem das Ziel humanitärer Aktionen und betonte das Recht der kolumbianischen Bevölkerung auf freien Zugang zu angemessener Gesundheitsversorgung. Die Organisation machte deutlich, dass die medizinische Hilfe von der Sicherheit der Helfer abhänge. "Wir betrachten diese bedingungslose Freilassung als positives Zeichen für weitere unparteiliche humanitäre Projekte für die Zivilbevölkerung, die unter dem Konflikt in Kolumbien leidet", erklärte der Projektkoordinator in Kolumbien, Guillermo Bertoletti. ÄRZTE OHNE GRENZEN dankt besonders der Familie von Ignacio de Torquemada für ihren unerschütterlichen Mut und ihr Vertrauen. Außerdem dankt die Organisation den französischen Behörden für ihre Hilfe sowie den Kolumbianern, die direkt oder indirekt an dem Gelingen dieser Freilassung beteiligt waren. ÄRZTE OHNE GRENZEN führt als unabhängige medizinische Nothilfeorganisation Gesundheitsprojekte sowie Projekte zur Trinkwasserversorgung und Hygiene für die Zivilbevölkerung in Cali, Soacha und den Provinzen Caqueta, Putumayo, Cordoba, Sucre, Bolivar und Magdalena Medio durch. ots Originaltext: ÄRZTE OHNE GRENZEN Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Informationen: ÄRZTE OHNE GRENZEN, Pressestelle, Petra Meyer, Kattrin Lempp, Tel.: 030 - 22 33 77 00 Homepage: www.aerzte-ohne-grenzen.de Original-Content von: Ärzte ohne Grenzen, übermittelt durch news aktuell

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