Ärzte ohne Grenzen

Tschetschenien: ÄRZTE OHNE GRENZEN fordert sofortige Freilassung des entführten Mitarbeiters

Amsterdam/New York/Berlin (ots) - Die internationale medizinische Hilfsorganisation ÄRZTE OHNE GRENZEN sowie die Familie und Freunde des in Tschetschenien entführten Mitarbeiters der Organisation, Kenneth Gluck, sind sehr besorgt über dessen Schicksal. Sie haben seine Entführer aufgefordert, ihn unverzüglich freizulassen. Seit Kenneth Gluck am vergangenen Dienstag durch bewaffnete Männer in Tschetschenien entführt wurde, gibt es keine Nachricht von ihm. Auch die Identität der Entführer ist weiterhin unbekannt. Angesichts der Tatsache, dass er regelmäßig Medikamente zur Behandlung seines Asthmas einnehmen muss, wächst die Sorge, dass er möglicherweise einen gefährlichen Asthmaanfall erleiden könnte, sollte er keine Medikamente erhalten. ÄRZTE OHNE GRENZEN trägt dafür Sorge, dass ein Vorrat dieser Medikamente in allen Zentren der Organisation in der Region vorhanden ist. Russische Medien haben kürzlich berichtet, dass ÄRZTE OHNE GRENZEN illegal in Tschetschenien gearbeitet habe, und haben der Organisation sogar vorgeworfen, die Entführung selbst inszeniert zu haben, um internationale Aufmerksamkeit zu erlangen. ÄRZTE OHNE GRENZEN weist diese Vorwürfe entschieden zurück und bekräftigt, dass alle Projekte in der Region mit der vollen Genehmigung der russischen Behörden durchgeführt wurden. Die Dokumente, die die Rechtmäßigkeit der Tätigkeiten von ÄRZTE OHNE GRENZEN bestätigen, wurden am heutigen Nachmittag dem Büro des Präsidenten vorgelegt. Die Organisation forderte die russischen Behörden auf, die vorangegangenen Anschuldigungen zu erklären. Bisher hat ÄRZTE OHNE GRENZEN lebensnotwendige medizinische Hilfe für die zivilen Opfer des bewaffneten Konflikts in Tschetschenien bereitgestellt, das Gesundheitssystem unterstützt sowie wichtige Medikamente geliefert. In Folge der Entführung Kenneth Glucks haben ÄRZTE OHNE GRENZEN und andere internationale Organisationen, einschließlich der Vereinten Nationen, bis auf weiteres alle Aktivitäten in Tschetschenien eingestellt. Angesichts des unzureichenden Gesundheitssystems, andauernder Kämpfe und des harten Winters ist die tschetschenische Bevölkerung mehr denn je auf humanitäre Hilfe angewiesen. ots Originaltext: ÄRZTE OHNE GRENZEN Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: ÄRZTE OHNE GRENZEN Pressestelle Kattrin Lempp Tel.: 030 - 22 33 77 00 Original-Content von: Ärzte ohne Grenzen, übermittelt durch news aktuell

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