Ärzte ohne Grenzen

Ebola-Ausbruch in Uganda
ÄRZTE OHNE GRENZEN schickt Team vor Ort

Kampala/Berlin (ots) - Ein Team der internationalen Hilfsorgansiation ÄRZTE OHNE GRENZEN ist am Dienstag in der nordugandischen Stadt Gulu eingetroffen, um den jüngsten Ebola-Ausbruch zu bekämpfen. Da es bislang keine Behandlung für Ebola gibt, werden sich die Aktivitäten von ÄRZTE OHNE GRENZEN darauf konzentrieren, die Bevölkerung über Übertragungswege der Krankheit zu informieren sowie Infizierte aufzusuchen und zu isolieren. Darüber hinaus wird nationales Gesundheitspersonal im Umgang mit Patienten geschult. ÄRZTE OHNE GRENZEN arbeitet dabei in enger Kooperation mit dem Ugandischen Gesundheitsministerium und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammen. Ebola ist eine Virusinfektion, die sich über Körpersekrete wie Speichel, Blut, Urin und Stuhl überträgt. Daher sind jene Personen besonders gefährdet, die die Erkrankten waschen und pflegen. Die Inkubationszeit liegt durchschnittlich bei einer Woche, maximal bei 21 Tagen. Für die Krankheit, die sich durch Fieber, Schmerzen und Durchfall äußert, gibt es weder Impfungen noch Behandlungsmöglichkeiten. Es können lediglich die Symptome gelindert werden, indem Flüssigkeit per Infusion verabreicht wird. 90 Prozent der Erkrankten sterben innerhalb kurzer Zeit an inneren Blutungen. Da es keine Behandlungsmöglichkeiten gibt, liegt die Priorität bei der Bekämpfung der Krankheit darin, die Bevölkerung über Übertragungswege aufzuklären. Dies bedeutet, dass Angehörige die Infizierten nicht selbst pflegen sollen. Bei Bestattungsritualen ist darauf zu achten, dass der sonst übliche Körperkontakt vermieden wird. Das Team von Ärzte ohne Grenzen besteht aus drei Medizinern und zwei Logistikern. Drei weitere Mitarbeiter werden in Kürze in Kampala erwartet. Außerdem wurden bereits zwei Tonnen Material nach Uganda entsandt, u.a. fiebersenkende Medikamente und Infusionslösung sowie Schutzkleidung für medizinisches Personal. Einige Mitarbeiter des Teams haben bereits 1995 während des großen Ebola-Ausbruches in der heutigen Demokratischen Republik Kongo Erfahrungen im Umgang mit der Krankheit gesammelt. Damals starben 244 Menschen in der Stadt Kikwit. ots Originaltext: Ärzte ohne Grenzen Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Informationen: Ärzte ohne Grenzen, Pressestelle, Kattrin Lempp, Petra Meyer, Tel: 030-22 33 77 00 Original-Content von: Ärzte ohne Grenzen, übermittelt durch news aktuell

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