Ärzte ohne Grenzen

AKTIVITÄTEN-UPDATE - Pakistan, 3. August 2010: ÄRZTE OHNE GRENZEN hilft Überschwemmungsopfern an gut einem Dutzend Orten

Berlin (ots) - Teams von ÄRZTE OHNE GRENZEN helfen derzeit an mehr als einem Dutzend Orten in den von den Überschwemmungen betroffenen pakistanischen Provinzen Khyber Pakhtnukhwa und Baluchistan. Die Mitarbeiter verteilen Hilfsgüter wie Hygieneartikel und Kochuntensilien, unterstützen lokale Basisgesundheitseinrichtungen und stellen sauberes Trinkwasser bereit. Für den Fall von Choleraausbrüchen sind Behandlungszentren vorbereitet.

"Die Menschen müssen dringend Zugang zu sauberem Trinkwasser bekommen, um die Ausbreitung von Krankheiten wie beispielsweise Cholera, die durch verschmutztes Wasser entstehen, zu verhindern", sagt Benoit De Gryse, Landeskoordinator von ÄRZTE OHNE GRENZEN in Pakistan.

In den Distrikten Dir und Swat versorgen Mitarbeiter der Organisation Gesundheitseinrichtungen mit Wasser. Sollte es zu Choleraausbrüchen kommen, sind die dortigen Teams darauf vorbereitet, diese in Behandlungszentren aufzunehmen. Auch im Distrikt Charsadda stehen Cholerabehandlungszentren bereit.

In Sibi und Nasirabad in der Provinz Baluchistan haben Teams 750 Kits mit Hygieneartikeln, Kochutensilien, Wasserreinigungstabletten, Plastikplanen und Wasserkanistern verteilt und planen für die nächsten Tage die Ausgabe weiterer Tausender Kits in anderen Regionen.

Im Distrikt Peshawar unterstützen Mitarbeiter Einrichtungen zur Basisgesundheitsversorgung. Im Distrikt Nowshera konnten durch mobile medizinische Teams bereits 120 Patienten behandelt werden.

ÄRZTE OHNE GRENZEN plant mehr Material und zusätzliche Mitarbeiter in die überschwemmten Gebiete zu senden. Unterdessen erkunden die Teams vor Ort die Lage in Khyber Pakhtunkhwa und Baluchistan weiter und versuchen auch diejenigen zu erreichen, die durch das Wasser von der Außenwelt abgeschnitten sind.

"Die Zerstörung durch die Fluten ist enorm. Einige Städte wurden vollständig weggespült. Einst kleine Bäche sind zu Autobahnbreite angewachsen und führen reißende Wassermassen mit sich, die alles zerstören, was ihnen in den Weg kommt", sagt Josep Prior Tio, Projektkoordinator von ÄRZTE OHNE GRENZEN im Distrikt Swat. "Viele Menschen sind vom Wasser eingeschlossen. Einige suchen auf Hügeln Zuflucht, andere sitzen auf Inseln fest, die durch die Wassermassen entstanden sind."

ÄRZTE OHNE GRENZEN plant den Einsatz mehrerer Hubschrauber, um diese Gebiete zu erkunden.

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Weitere Informationen und Interviews: Svenja Kühnel, Tel: 030 700 130
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