Ärzte ohne Grenzen

Demokratische Republik Kongo: ÄRZTE OHNE GRENZEN versorgt Zivilbevölkerung nach schweren Kämpfen

Bonn (ots) - Die internationale Hilfsorganisation ÄRZTE OHNE GRENZEN hat nach schweren Kämpfen in der Stadt Kisangani, im Osten der Demokratischen Republik Kongo, ihre Arbeit wieder aufgenommen. Bei den Kämpfen wurden mindestens 1.100 Menschen verletzt und 47 getötet. Der Projektkoordinator der Organisation in Kisangani, Eric van Ooijen, berichtet: "Wir haben mehr als 1.100 Kriegsverletzte und 47 Tote in den 42 Gesundheitszentren gezählt, die wir seit dem Waffenstillstand am Sonntag Morgen besucht haben." Im Moment ist es nicht möglich, eine genaue Anzahl der Toten zu nennen." Bis jetzt ist auch unklar, ob der Waffenstillstand, der von Uganda und Ruanda am Samstag verkündet wurde, anhalten wird. Die Mitarbeiter von ÄRZTE OHNE GRENZEN haben ihre Hilfe für die Bevölkerung der Stadt wieder aufgenommen, nachdem sie aufgrund schwerer Kämpfe eine Woche lang ihre sicheren Unterkünfte nicht verlassen konnten. Die Teams werden ihre Hilfe auf Cholera-Prävention und Behandlung sowie auf Ernährung und Basisgesundheitsversorgung konzentrieren. Cholera tritt endemisch in dieser Region auf, und einzelne verdächtige Fälle wurden bereits registriert. ÄRZTE OHNE GRENZEN verteilt medizinisches Material an Krankenhäuser und Gesundheitszentren, um die Hilfe für die Verletzten zu unterstützen. Die Teams haben außerdem sieben Plätze in der Stadt aufgesucht, an denen sich rund 7.000 Vertriebene zusammengefunden haben. Tausende, die die Stadt während der Kämpfe verlassen haben, kehren jetzt zurück und schließen sich den Gruppen der Vertriebenen an. Eric van Ooijen ist sehr besorgt über die Lebensmittellage in Kisangani:" Es besteht eine alarmierende Nahrungsmittelknappheit in der Stadt. Das wenige, das vorhanden ist, wird zu unglaublich teuren Preisen verkauft. Wir nehmen unser Nahrungsmittel-Programm wieder auf und verteilen Nahrungsmittel an diejenigen, die sich auf dem Markt nichts kaufen können." ÄRZTE OHNE GRENZEN wird am Mittwoch 35 Tonnen Hilfsgüter, vor allem Nahrungsmittel nach Goma schicken. Zur Zeit arbeiten sechs internationale und 250 lokale Mitarbeiter für die Organisation in Kisangani. Weitere internationale Mitarbeiter werden in Kürze ausreisen. ots Originaltext: ÄRZTE OHNE GRENZEN Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Informationen: Pressestelle: Petra Meyer, Kattrin Lempp, Tel.: 0228-55 95 0-0 Original-Content von: Ärzte ohne Grenzen, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Weitere Meldungen: Ärzte ohne Grenzen

Das könnte Sie auch interessieren: