Ärzte ohne Grenzen

Sierra Leone: Chirurgisches Team von ÄRZTE OHNE GRENZEN bleibt vorerst in Freetown

Bonn (ots) - Die Hilfsorganisation ÄRZTE OHNE GRENZEN ruft alle am Konflikt beteiligten Parteien in Sierra Leone auf, Zivilisten zu verschonen und die Arbeit der humanitären Hilfsorganisationen zu respektieren. Trotz der unsicheren Lage in Sierra Leone arbeitet das chirurgische Team von ÄRZTE OHNE GRENZEN vorerst in der Hauptstadt Freetown weiter. Die Hilfsprogramme in Kenema, Makeni und Moyamba im Landesinneren wurden allerdings aus Sicherheitsgründen unterbrochen. Allein am Montag Nachmittag wurden bei der "Demonstration für den Frieden" in Freetown mindestens 40 Menschen verletzt. Bei diesem Protestmarsch kam es vor dem Haus von Fodé Sankoh, dem Vizepräsidenten und Führer der Rebellenbewegung RUF (Revolutionary United Front), zu mehreren Schusswechseln. Von den 40 Verletzten erlitten 34 Personen Schussverletzungen, vier Menschen waren niedergetrampelt worden und zwei Personen verstarben gleich nach ihrer Ankunft im Krankenhaus. Zehn der Schussverletzten waren in den Rücken getroffen worden, als sie zu fliehen versuchten. Elf schwerverletzte Patienten wurden vom chirurgischen Team von ÄRZTE OHNE GRENZEN operiert. Dieser ernste Zwischenfall ereignete sich trotz der Anwesenheit von UN-Soldaten (UNOMSIL) in Sierra Leone. Ärzte ohne Grenzen ruft alle am Konflikt beteiligten Parteien auf, Zivilisten zu verschonen und die Arbeit der Hilfsorganisationen zu respektieren. ots Originaltext: ÄRZTE OHNE GRENZEN Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Informationen: Pressestelle, Petra Meyer, Tel: 0228- 55 95 00 Original-Content von: Ärzte ohne Grenzen, übermittelt durch news aktuell

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