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ÄRZTE OHNE GRENZEN: Erstes Flugzeug mit Hilfsgütern erreicht Myanmar/ 34 Tonnen zur Weiterverteilung in Lager der Organisation gebracht

    Genf/Berlin (ots) - Mehr als eine Woche nach dem verheerenden Zyklon in Myanmar/Birma ist am Montagmorgen das erste Hilfsgüterflugzeug von ÄRZTE OHNE GRENZEN in Rangun angekommen. An Bord waren 34 Tonnen Materialien, darunter Arzneimittel zur Behandlung von Durchfallerkrankungen und Malaria, therapeutische Fertignahrung, Plastikplanen, Wassercontainer und -pumpen sowie ein Boot für acht Personen. Nach der Zollabfertigung wurden die Hilfsgüter in Lager von ÄRZTE OHNE GRENZEN in Rangun gebracht und sollen schnellstmöglich per Lastwagen in die am meisten vom Zyklon betroffenen Gebiete verschickt werden. Weitere drei Flugzeuge mit insgesamt 120 Tonnen Hilfsgütern sind auf dem Weg und werden Montag und Dienstag im Land erwartet.

    Auch wenn diese Hilfsgüter schnellstmöglich verteilt werden, ist deutlich, dass die Bedürfnisse der Menschen im schwer betroffenen Irrawaddy-Delta damit kaum gedeckt werden können. Die Organisation ist dringend auf Nachschub angewiesen.

    Derzeit arbeiten mehr als 100 Helfer von ÄRZTE OHNE GRENZEN im Irrawaddy-Delta im Südwesten von Myanmar/Birma. Täglich kommen 10 bis 20 Mitarbeiter hinzu. In Twante, Bogale, Kungyangon, Pathein (Bassein), Haigyi und Lapputta kümmern sich 15 Teams um die medizinische Behandlung der Bevölkerung. Die Mitarbeiter verteilen Nahrungsmittel, Plastikplanen und weitere Hilfsgüter, bereiten Trinkwasser auf und reinigen die notdürftigen Lager, in denen die obdachlos gewordenen Menschen Zuflucht gesucht haben.

    In einigen Gegenden ist ÄRZTE OHNE GRENZEN allerdings zunehmend Behinderungen durch die Behörden ausgesetzt. In Bogale beispielsweise kann die Organisation nicht angemessen Hilfe leisten. In diesem Bezirk lebten vor dem Zyklon ca. 100.000 Menschen.

    Das heute angekommene Cargo-Flugzeug war am Samstagmorgen in Bordeaux (Frankreich) gestartet. Drei weitere Flugzeuge starteten am Wochenende in Frankfurt-Hahn, Ostende (Belgien) und Dubai.

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