Ärzte ohne Grenzen

Hilfe von ÄRZTE OHNE GRENZEN nach Zyklon in Myanmar (Birma): Regierung muss Zugang für Helfer und Hilfsgüter umgehend ermöglichen

Rangun/Berlin (ots) - Nach dem verheerenden Sturm in Myanmar fordert ÄRZTE OHNE GRENZEN von der birmesischen Regierung, die Einreise von Hilfskräften und den Transport von Hilfsgütern umgehend zu ermöglichen. "Nach ihrem Aufruf zu internationaler Hilfe ist entscheidend, dass die birmesische Regierung nun Visa für Nothelfer ausstellt und die Lieferung von Hilfsgütern erlaubt", sagte Souheil Reiche, Landeskoordinator von ÄRZTE OHNE GRENZEN in Rangun. Die Organisation hat unmittelbar nach dem Sturm mit der Versorgung Überlebender in Rangun begonnen und erkundet die Lage in der Umgebung der Stadt. "Es ist schon jetzt klar, dass wir mit unseren bislang personell und materiell begrenzten Mitteln nicht angemessen auf die Bedürfnisse reagieren können", sagte Reiche. Zusätzliche Teams von ÄRZTE OHNE GRENZEN stehen seit 48 Stunden bereit, um nach Myanmar aufzubrechen. Teams von ÄRZTE OHNE GRENZEN konnten bisher in alle betroffenen Gegenden in den Vororten von Rangun vordringen und Nahrungsmittel, Plastikplanen und aufbereitetes Wasser verteilen. Um die Gefahr von Malaria- und Dengue-Fieber-Erkrankungen zu minimieren, sollen in den kommenden Tagen Moskitonetze verteilt werden. Beide Erkrankungen sind in dem vom Sturm betroffenen Landesteil endemisch. Außerdem versuchen die Mitarbeiter, Gebiete außerhalb Ranguns zu erreichen, die stärker betroffen sein sollen. Derzeit warten 20 weitere internationale Mitarbeiter von ÄRZTE OHNE GRENZEN darauf, nach Myanmar ausreisen zu können. Ein Flugzeug mit zusätzlich 40 Tonnen Materialien zur ersten Versorgung von Verletzten sowie Hilfsgütern wie therapeutischer Nahrung, Sanitärartikeln und Plastikplanen steht in Europa bereit und könnte noch Mittwochabend ins Land aufbrechen. ÄRZTE OHNE GRENZEN arbeitet seit 1992 in Myanmar. Derzeit sind 38 internationale und rund 1.200 nationale Mitarbeiter in Projekten in sieben Regionen aktiv. Sie behandeln u.a. mehr als 16.000 HIV/Aids-Patienten, rund 8.000 davon mit antiretroviralen Medikamenten. Pressekontakt: Pressestelle, Svenja Kühnel, Christiane Löll, Tel.: 030-22 33 77 00, http://www.aerzte-ohne-grenzen.de Original-Content von: Ärzte ohne Grenzen, übermittelt durch news aktuell

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