Ärzte ohne Grenzen

Mosambik: Dringend weitere Hubschrauber für Evakuierungen nötig

Bonn (ots) - Die medizinische Nothilfeorganisation ÄRZTE OHNE GRENZEN ruft die internationale Gemeinschaft auf, mehr Hubschrauber zur Verfügung zu stellen, um den Menschen in Mosambik zu helfen. Noch immer warten Tausende Menschen in den überschwemmten Gebieten Mosambiks auf Dächern und Bäumen darauf, gerettet zu werden. "Nur mit Helikoptern können die Menschen, die auf den Dächern und Bäumen ausharren, auf das Festland gerettet werden. Dafür ist dringend internationale Unterstützung nötig", sagte Thomas Nierle, Koordinator des Notfalleinsatzes in Mosambik. Bisher stehen ÄRZTE OHNE GRENZEN für die Evakuierung von Menschen nur Boote zur Verfügung. Die rund 25 internationalen Mitarbeiter der Organisation versorgen die Geretteten medizinisch, stellen sauberes Trinkwasser in Sammelunterkünften zur Verfügung, bauen Cholera-Zentren auf und sammeln epidemiologische Daten zur Früherkennung von Epidemien. In der Hauptstadt der Provinz Gaza, Chokwe, warten immer noch schätzungsweise 5.000 Menschen darauf, evakuiert zu werden. ÄRZTE OHNE GRENZEN hat auf dem Dach eines Fabrikgebäudes einen Gesundheitsposten eingerichtet. Dort können die Hubschrauber Verletzte absetzen, damit sie medizinisch versorgt werden. In Chaquelane arbeitet ÄRZTE OHNE GRENZEN in einem Transit-Camp für die Geretteten aus Chokwe, in dem sich derzeit rund 20.000 Menschen aufhalten. Die Mitarbeiter stellen dort erste medizinische Hilfe und die Trinkwasserversorgung zur Verfügung. Die Menschen sind sehr erschöpft und verzweifelt, da viele ihre Angehörigen und Freunde vermissen. In Maputo und Matola haben die Mitarbeiter von ÄRZTE OHNE GRENZEN Cholera-Zentren eingerichtet. Die Organisation befürchtet den Ausbruch einer Cholera-Epidemie aufgrund der mangelnden Hygiene und des verseuchten Wassers. SPENDENKONTO: Sparkasse Bonn, BLZ: 380 500 00, Kto: 97 0 97, Stichwort: Mosambik ots Originaltext: Ärzte ohne Grenzen e.V. Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Informationen: Pressestelle, Petra Meyer, Kattrin Lempp, Tel: 0228-55 95 00 Original-Content von: Ärzte ohne Grenzen, übermittelt durch news aktuell

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